> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Johann Andreas Cramer: So weit nur deine Sonnen glänzen (12)

2019-03-22

Gedichte von Johann Andreas Cramer: So weit nur deine Sonnen glänzen (12)





So weit nur deine Sonnen glänzen

So weit nur deine Sonnen glänzen,
Reicht deine Huld, die uns erhält.
Reicht über unsers Himmels Grenzen,
O Vater, bis zur fernsten Welt;
Und deine Gnad', und auch ihr Reich
Steht ewigen Gebirgen gleich.

Dir, Gott, ist kein Geschöpf verborgen;
Nicht Eins vom Menschen bis aufs Thier;
Du würdigst alle deiner Sorgen;
Sie danken Luft und Leben dir.
Es mag gering und niedrig seyn:
Dir, Gott, ist nichts zu groß, zu klein.

Mit frommen freudigem Gemüthe
Erheb ich, Gott voll Gnade, dich!
Wie herrlich ist nicht deine Güte!
Wie liebtst du uns so väterlich;
Uns, die wir ohne Furcht und Graun
Dem Schatten deiner Flügel traun!

Mit deinem reichesten Ueberflusse
Erfüllst du diese Welt, dein Haus!
Du theilst ihn, allen zum Genusse,
So väterlich, so reichlich aus.
Und jedes Lebens Quelle fließt
Aus dir, der du das Leben bist.

Wir sehn, o Herr, in deiner Sonne,
Den Schatten deiner Huld, dein Licht:
Entzeuch uns deiner Güte Wonne,
Dein gnadenvolles Antlitz nicht!
Herr, deine Huld erfreue die,

Keine Kommentare: