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2019-03-23

Gedichte von Johann Andreas Cramer: Wie liebt uns Gott so väterlich (19)





Wie liebt uns Gott so väterlich

Wie liebt uns Gott zu väterlich,
Und Sünder, uns Verlohrne!
Frohlockt! Für uns erniedrigt sich
Sein Sohn, der Eingebohrne!
Er, der von Gott verheißen war,
Den eine Jungfrau uns gebahr,
Besieget Tod und Hölle.
Lob sey dir, o Jesu Christ,
Daß du Mensch gebohren bist !
Behütet' uns vor der Hölle!

Wie freudenreich ist diese Zeit!
Lobsingt dem Herrn, ihr Frommen!
Der Abglanz seiner Herrlichkeit,
Der Heiland ist gekommen!
Welch eine Huld! Er kam herab,
Daß er ein Knecht und bis ins Grab
Für uns gehorsam würde.
Schuldlos litt und trug der Sohn,
Was uns die Gesetze drohn,
Und unsrer Strafen Bürde.

Gesegnet wird mit Gnad' und Heil,
Wer nur auf Jesum bauet;
Der Himmel selbst wird dessen Theil,
Der gläubig ihm vertrauet.
Durch Christum segnet Gott uns nun;
Denn er ward Mensch, uns wohlzuthun,
Und unser Heil zu gründen.
O der wundervollen Huld;
Denn er starb für unsre Schuld,
Für alle Menschen Sünden.

Ihn preise seine Christenheit
Für solche große Güte!
Sie fleh ihm, daß er allezeit
Vor Sünden uns behüte.
Er wende von uns jeden Wahn,
Der unsre Seele blenden kann,
Damit er uns nicht schade;
Dieß, Erbarmer, bitten wir,
Vater, Sohn, und Geist, von dir!

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