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2019-03-20

Gedichte von Johann Andreas Cramer: Fallet nieder, fallet nieder (5)





Fallet nieder, fallet nieder

Fallet nieder, fallet nieder,
Betet Gottes Wunder an!
Unzählbare hat, ihr Brüder,
Unser Gott für uns gethan!
Seht! wir schöpfen, was wir haben,
Aus dem Strome seiner Gaben;
Jede Lust, die uns entzückt,
Jeden Vorzug, der und schmückt.

Jeder über deiner Stärke;
Jeder deiner Weisheit sich;
Jeder preise deine Werke;
Jeder, Vater, rühme dich!
Mit verhülltem Antlitz preise
Dich der Starke, dich der Weise!
Ihre Kraft und ihr Verstand
Sind Geschenk' aus deiner Hand.

Unsre frohe Dankbegierde
Müsse deines Ruhms sich freun;
Denn der Knechte Schmuck und Zierde
Ist die Demuth, sie allein!
Sollt' ich deß mich überheben,
Was nur du vermagst zu geben?
Was mein Glück ist, weil du mich
Liebest? Und so väterlich?

Dich, mein Vater, will ich loben
Demuthsvoll bis in den Tod!
Ewig sey von mir erhoben
Über alles, oh mein Gott!
Angebetet sollst du werden,
Weil im Himmel und auf Erden
Niemand dir, Erhabner, gleicht,
Niemand deine Größ' erreicht!

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