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2019-03-22

Gedichte von Johann Andreas Cramer: Ueberall vertraue auf Gott (16)





Ueberall vertraue auf Gott

Ueberall vertraue auf Gott,
In Gefahren, unser Spott,
In der Widerwärtigkeit
Trüben sorgenvollen Zeit.

Denn wahrhaftig ist der Herr;
Alles überschauet er,
Was dich kränkt, und gut doch ist,
Wenn du nur gelassen bist.

Nur vertrau ihm; halt im still;
Denn er ist getreu und will,
Wie der Trübsal Sturm auch tobt,
Halten, was er dir gelobt!

Können Stürme wider ihn
Sich empören, Blitze glühn,
Und, wenn sie der Herr nicht ruft,
Donner rollen durch die Luft?

Ruhn sie nicht, wenn Er will, schnell?
Wirds nicht nach dem Sturme hell?
Wenn er ausgebracht hat,
Grünt nicht schöner deine Saat?

Gott ist ja kein Menschenkind,
Daß er täusche; nicht gesinnt,
Wie dein Herz, das wandelbar
Bebt, wie Blätter, in Gefahr.

Er erfüllt, was er verheißt;
Haare seiner! Er entreißt
Früher, als du hoffst, gewiß
Dich aus deiner Finsterniß!

Endlich bricht ein Tag dir an,
Den kein Nebel trüben kann,
Und du siehst, daß seine Treu

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