> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Karl Henckell: Wilder Jäger (110)

2019-03-10

Gedichte von Karl Henckell: Wilder Jäger (110)





Wilder Jäger

Bona fide in tyrannos!

Hast du Wode gehört,
Wilden Jäger der Nacht,
Und wie Siegfried sein Schwert
Scharf geschliffen zur Schlacht?

Hast geschaut du am Rhein,
Wie der Freiheit zum Sold
Gute Niblungen weihn
Schwere Schätze von Gold?

Horch: Feinde ringsum!
Rennt die Losung durchs Land,
Und der Hader wird stumm,
Und der Groll gibt die Hand.

Volkes Aufgebot
Wie der Sturmwind bereit,
Und: Auf Leben und Tod
In den schrecklichen Streit!

Keine Hilfe versagt,
Freideutschland heraus –
Mit der Tücke gewagt
Den notwendigen Strauß!

Dem verschlagenen Wicht
An der Newa den Lohn,
Der die Ehre zerbricht,
Unserm Glauben zum Hohn!

Und dem schuldigen Bund
Seiner Schergen die Faust,
Daß dem Höllenhund
In den Abgründen graust!

Blankes Schwert empört!
Welt voll Niedertracht!
Hast du Wode gehört,
Wilden Jäger der Nacht?

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