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2019-03-28

Gedichte von Maria Stona: Herbst (18)




Herbst

Gelbe Vögel fliegen durch die Luft,
Wirbeln nieder zu der Erde Feuchte,
Ein bewegter, laubdurchstäubter Duft
Füllt der Bäume herbstliches Geleuchte.

Mit gelösten Fingern greift der Wind
Durch der Zweige flatterfrohe Saiten,
Weit, auf dunklen Rossen, pfeilgeschwind
Seh ich rote Wolkenfrauen reiten.

Vor des Herrschers Tigerfleckenheer
Nahen kühn des Nordens Nebelriesen,
Jauchzend dröhnt und Jubel schwingt umher,
Seine Fülle faßt nicht Wald noch Wiesen.

Singe, Herz, und töne hell hinein
In des Königs reifestarkes Jagen,
Wann der Stürme Fiedeln und Schalmein
Toll umsausen seinen Krönungswagen.

Letzte Rosen ihm am Gürtel blühn,
Golden greift die Krone nach den Sternen,
Dionysisch Baccantenzug in trunkne Fernen.

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