> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Adolf Strodtmann: Unsterblichkeit? (13)

2019-04-30

Gedichte von Adolf Strodtmann: Unsterblichkeit? (13)




Unsterblichkeit?

Wenn der Frühling ist gekommen,
Sprießen Blüthen hell und licht,
Schwellen, duften süß und reifen,
Bis die Frucht der Schnitter bricht.
Ewig kehrt der Frühling wieder,
Ewig streut er Blüthen aus,
Und Das keimt und schwillt und duftet,
Ewig werden Früchte draus.

Aber fragst du, ob dieselben
Blüthen neu entstanden sind,
Ob dieselben Frühlingsrosen
Küsst der laue Abendwind,
O dann lächelt heimlich leise
Wohl der junge Lenz und spricht:
„Kluger Thor, ich streue Blüthen,
Bricht die Frucht, und sorge nicht!“

So am Erdenvölkerbaume
Sprießt die Blüthe ewig fort-
Und du sorgst, o Menschenseele:
Ob du auferstehest dort?
Frühling kommt und Blüthe kehret,
Ob's dieselbe, forsche nicht;
Und die Blüthen werden Früchte,

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