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2019-04-18

Gedichte von Benjamin Neukirch: Uber die gestalt der Sylvia (12)




Uber die gestalt der Sylvia

Ich finde zwar sehr viel/ die schön und artig seyn;
Dann eine rühret uns durch ihrer augen schein/
Die andre lacht und prangt mit lippen von corallen/
An vielen pflegen uns die haare zu gefallen/
Die hat ein kleines kinn/ und eine steiffe brust/
Die macht durch ihren gang uns zu der liebe lust/
Die führt/ ich weiß nicht was für anmuth in den lenden/
Und andre fesseln uns mit ihren marmel-händen;
Du aber/ Sylvia/ hast alles diß allein:
Dann iedes glied an dir kan eine kette seyn.
Wie soll mich ärmsten dann nicht deine pracht entzünden/
Die/ wann man sie zertheilt/ kan ihrer sieben binden?

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