> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Manfred Kyber: Feensage (15)

2019-04-02

Gedichte von Manfred Kyber: Feensage (15)




Feensage

Hoch über Wald und Heide stehn
der Herbstnacht kalte Sterne.
Begrabne Sonnensagen flehn
weit aus verlohrner Ferne.

Mit Augen weich und wund und weh,
verschleiert und verhangen,
kommt klagend eine müde Fee
auf fremden Weg gegangen.

Die geht im bleichen Silberhemd
und weint und ringt die Hände.
Ihr Weg schwer und wild und fremd
und nimmt und nimmt kein Ende.

Es raunt und regt sich tief im Ried,
es flüstert in den Bäumen-
aus wilder Wildnis lockt ein Lied
von tausend Toten Träumen.

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