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2019-05-05

Adolph Donath: Tage und Nächte- Weiße Rosen (1)

Allegorie Tag und Nacht



Weiße Rosen

Auf einem zitternden Rosenblatt
Schaukelt ein neckischer Schmetterling,
Hascht nach dem gelben Blütenstaub,
Flattert und fliegt in des Tages Pracht,
Fliegt in die Nacht,
Stirbt in der Nacht…-
Neckische Mädchen suchen den Schmetterling,
Tanzen und lachen und lachen und singen,
Während die Geister der Nacht ringen
Und um die Unschuld der Mädchen losen….
Und es erröten die weiße Rosen,
Senken die Köpfchen und beten und weinen….
Aber die Geister höhnen und lachen,
Sprizen das Blut aus dem höllischen Nachen,
Werfen mit zackigen blutigen Steinen
Nach den zitternden weißen Rosen….
Und sie umkreisen die neckische Mädchen,
Werfen mit nachbetauten Blüten,
Werfen mit farbigen Zuckertüten,
Fangen die Mädchen, küssen die Mädchen,
Schleppen sie weg in die lauschende Nacht….
Lauschende Nacht----
Und auf der rauchenden blutigen Erde
Blühen auf zackigen blutigen Steinen

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