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2019-05-01

Gedichte von Bruno Frank: Das Unvergängliche (5)




Das Unvergängliche

Nun tu ich auf die Fensterflügel,
Da liegt das Land so alt und groß,
Da regt sich ewig unterm Hügel
Fruchtatmend unsrer Mutter Schoß.

Und einen Vogel seh ich fahren
Im Licht mit weitem Flügelschlag,
So zog vor abertausend Jahren
Der gleiche durch den gleichen Tag.

Und kehr ich zu den Eichenschränken,
Da stehn, die ein Jahrtausend ehrt.
Und mich durch Zeit und Geist zu denken.
Es ist mir Kleinem nicht verwehrt.

Da will es rnir so einfach scheinen,
Als ob ich nun geborgen sei.
Als lebt’ ich ganz im dauernd Reinen
Und wäre für mein Leben frei.

Die Menschen und die großen Städte,
Besitz und Rang und Weltgenuß,
Sie fallen ab wie eine Kette, —

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