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2019-05-03

Gedichte von Bruno Frank: Kein Trost (17)




Kein Trost

Nie soll ich ihrer Haare Duft mehr spüren,
Noch ihrer Hand belebte Kühle fassen,
Nie mehr den Blick von ihrer geistig blassen
Und klaren Stirn zu ihren Augen fuhren.

Nur im Erinnern soll der Klang mich rühren
Von ihrer süßen Stimme, die im Hassen
Und Lieben gleichblieb, und die jetzt gelassen
Wohl nicht mehr forttönt hinter jenen Türen.

Auf fremdes Leid oft rieht ich die Gedanken:
Der den es hungert, wird des meinen lachen.
Wer krank ist, würde nicht zu tauschen schwanken.

Doch dies zu wissen, kann die endlos wachen,
Die kalten Nächte des vor Trauer kranken.
Hungernden Herzens nicht gelinder machen.

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