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2019-05-03

Gedichte von Bruno Frank: Nachtlager (18)




Nachtlager

Er war auf Wanderschaft seit manchem Jahre,
In Groll und Gram war manches Jahr entwichen,
Nun sah er mählich, wie die dunklen Haare
An seines guten Hundes Fell verblichen.

Er liebte keines Menschen Tun und Worte,
Er floh dahin von einer Nacht zur andern.
Und seine Freude war, von Ort zu Orte
Zu neuer Flucht den Grund sich zu erwandern.

Doch eh’ sich abends ihm die Augen schlossen.
Vergaß er nie, ein Lager zu bereiten
Und um das Zottelfell des Weggenossen,
Des dankbar blickenden, das Tuch zu breiten.

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