> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Wilhelm Jensen: Glück (18)

2019-05-29

Gedichte von Wilhelm Jensen: Glück (18)


Glück

Nun lass, vom Glück getragen,
Den Brauch des Tages ruhn,
Was Menschenlippen sagen,
Es bleibt ein irdisch Thun,
Ein Wort aus armen Munde,
Ein Klang in kühlem Ohr-
Dich aber hob vom Grunde
Ein Sonnenstrahl empor.

Er lässt dich traumhaft schweben
Hoch ob dem eignen Sein,
Es ward ein höheres Leben
Für eine Stunde dein;
Verkürze deinem Glücke
Nicht seinen Himmelsflug,
Es fordert dich zurücke

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