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2019-06-21

Gedichte von Gustav Pfizer: Einer Ungekannten (12)




Einer Ungekannten

Ist's möglich, dass die Seelen sich erkennen,
Ob sich die Leiber fern geblieben wären?
Dass sie verknüpft ein geistiges Verkehren,
Ob Meer und Länder auch sie neidisch trennen?

Zu dir musst ich in tiefer Glut entbrennen!
Ich kann es nicht der Fantasie verwehren,
Mit ihren goldnen Gaben dich zu ehren,
Weil alle Zeugen mir dich: Engel, nennen.

Zwar sah ich Engel und auch dich noch nie!
Doch liess ich schon in wunderbarem Träumen
Von ihren schönen Bildern mich umschweben:

Nun hemmest du den Flug der Poesie!
Du wandelst sichtbar unter Blütenbäumen.
Und in einander strömen Bild und Leben.

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