> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Gustav Pfizer: Wenn unerbittlich ist die That geschehen (28)

2019-06-26

Gedichte von Gustav Pfizer: Wenn unerbittlich ist die That geschehen (28)




Wenn unerbittlich ist die That geschehen

Wenn unerbittlich ist die That geschehen
Gibt doch das Herz sich nimmermehr zufrieden,
Und was zu wenden ihm nicht mehr beschieden,
Das will es doch in seinem Grund verstehen.

So treibt mich's, das Verhängnis zu erspähen,
Das dich so rau zerschmetterte hinieden;
Warum am Fels, den Tausende vermieden,
Du, Lebenswürd'ger, musstest untergehen?

Was trieb so früh dich ins undholde Grab?
War schon ein Riss im köstlichen Juwele,
Der bis zum Innern Kerne drang hinab?

Vergeblich ist's, dass ich's mir selbst verhehle!
Dich tödtete Dein Genius! ach, er gab
Von Stahl den Willen in die weichste Seele!

Ende

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