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2019-06-24

Gedichte von Gustav Pfizer: Liebesgeständniss (19)




Liebesgeständniss

Du sahest oft, in welchen Rausch ich sinke,
Wenn ich den Aether deiner Nähe trinke;
Ich nenne mich mit Wonne deinen Sclaven,
Mehr als Provinzen sind mir deine Winke;
Dein Wort beflügelt jeden meiner Schritte,
Daß gegen mich nur lahm erscheint der Flinke.
Dein Reiz entbehrt am besten jedes Schmuckes
Und deine Tugend jeder Tugendschminke;
Ich weiß es wohl, wie deiner Huld und Guete
Mein Lob in weiter Ferne nach nur hinke.
Wohl Niemand rät, daß mir in deinem Auge
Der sanfte Stern des höchsten Glückes blinke;
Ich schweige, wie das Grab: wenn meine Rechte
Dein Herz berührt, erfährt es nicht die Linke.

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