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2019-06-05

Gedichte von Hermann Püttmann: Zigeuners Ständchen (10)




Zigeuners Ständchen

Der Nebel schweift in' s weite Thal,
Das Abendroth verglomm;
Die Luft ist still und lind zumal,
O schlankes Liebchen, komm!

Mit schwarzen Flügeln rauscht die Nacht,
Matt blitzt ist der Abendstern,
Der Wandrer schreitet bang und sacht,
Die Bärin schleicht von fern-

Mir ist so wohl, mir ist so leicht,
Mein braunes Lieb, bei dir!
So still und heimlich Alles schweigt
Im dunkeln Waldrevier.

Ich bin so trunken selig nun,
Rings schlafen Spott und Hohn-
Lass mich auf deinen Brüsten ruhn,
Neben weichsten Königsthron!

Ende

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