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2019-06-12

Gedichte von Karl Heinzen: Einem Freunde (13)




Einem Freunde

Was du bescheiden übst in stiller Tugend,
Deß wird die Welt dir keinen Lohn gewähren,
Doch darin eben finde deinen Stolz.
Die schwerste Tugend ist, die Fehler meiden,
Ihr schönster Lohn ist, nicht gekannt zu sein.
Wer nicht zum Handeln hat die Macht erhalten
Kann Tugend doch durch Unterlassen üben,
Und diese Tugend, höh'res Ruhmes werth,
Entgeht dem flücht'gen Blick der Eitelkeit.
Das Handeln ist die Tugend für die Welt,
Doch für's Bewusstsein ist's das Unterlassen.

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