> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Maria Janitschek: Gomorrha (14)

2019-06-29

Gedichte von Maria Janitschek: Gomorrha (14)




Gomorrha

Das Feuer schleicht in den Gassen
Mit leisem Raubtiertritt,
Die schönen Töchter, die blassen,
Vernehmen nicht seinen Schritt.

Sie ruh'n auf weichen Fellen,
Müd' von Gelagen und Tanz,
Vom Trank aus verbot'nen Quellen,
Von wilder Opfer Glanz.

Sie träumen von dunklen Freuden,
Von heimlicher Harfen Klang,
Von königlichem Vergeuden,
Und lachenden Ueberschwang.

Sie träumen von – Cherubsflügeln, –
Da stoßen die Wächter ins Horn,
Rot über Straßen und Hügeln

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