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2019-07-24

Gedichte von Jakob C. Heer: Alpennacht (1)



Alpennacht

Es hat die Nacht den Sternenschleier
Gesponnen um der Berge Kreis,
Die Gipfel stehn in stummer Feier,
Im tiefen Grund wallt sehnsuchtsleis
Herüber von der Felsenfluh
Der Gletscherbach dem Bergsee zu.

Ein einsam Licht aus schwarzen Wipfeln!
Das Weib des Führers wacht und lauscht,
Sie spät beklommen nach den Gipfeln,
Still steht die Nacht, der Bergbach rauscht.
Ein schwerer Schritt-da löscht der Schein
Das müde Lauschen schlummert ein.

Beseelte Ruh!-Die hellen Blicke
Gewendet in die Sternenpracht,
Versenk ich Leben und Geschicke
Andächtig in die klare Nacht,
Und in den Tiefen meines Seins
Bin ich mit Welt und Sternen eins.

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