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2019-07-03

Gedichte von Pius Zingerle: Das Verlangen (5)





Das Verlangen

Lass nennen mich mein innigstes Verlangen,
Ist's auch, mein Gott und Heiland, viel zu kühn!
Nur Einmal möcht' ich in Entzücken glüh'n,
Und Heil'gen gleich in Deinen Armen handeln;

Dich schau'n in Deinen rosarothen Wunden,
In jener Schöne, wie Theresia
Und manche Deiner Bräute Dich schon sah,
Dass ihnen Erd' und Himmel ganz entschwunden;

Aus Deinem Mund' der Liebe Worte hören,
Von Dir der heil'gen Liebe Kuss empfah'n,
Dem Feuer Deines Wesens brünstig nah'n,
Und süß ersterbend mich darin verzehren.

Nur Einmal höre, Seelenfreund, mein Flehen,
Dann löse des berauschten Geistes Band,
Und lass ihn fliegen in das Wunderland,
Wo er Dich ewig liebentflammt wirklich sehen!

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