> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Theobald Nöthig: Furchtlos und treu (17)

2019-07-20

Gedichte von Theobald Nöthig: Furchtlos und treu (17)





Furchtlos und treu

Ballen sich auch mit Gebraus
Wetter rings zusammen,
Seit getreu und harret aus!
Nur die schwachen Flammen
Löscht ein Hauch, doch starke schwellt
Sturm zu hohem Brande,
Das dir Widerschein erhellt
Alle dunklen Lande.

Sorgt, dass nicht die Zukunft spricht,
Wie die zehn Jungfrauen
Bräutigam: Ich kenne euch nicht,
Geht hinweg, ihr Lauen!
Lasst euch nicht vom Strom zum Ziel
Mühlos fortbewegen,
Steuert männlich euren Kiel
Strom und Wind entgegen!

Stimmt dem Klagelied nicht bei,
Jenem Lied der Trägen,
Macht den Geist der Zeit uns frei,
Sei es auch mit Schlägen!
Wie der Hammer einst die Stirn
Jovis hat entbunden,
Wird durch Arbeit auch das Hirn

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