> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Theobald Nöthig: Im Winter (23)

2019-07-20

Gedichte von Theobald Nöthig: Im Winter (23)





Im Winter

Wirft auch der Wind mit Flocken,
Ist auch der Pfad verschneit,
Hinaus! vom Stubenhocken
Wird Herz und Hirn nur trocken,
Wird nie die Seele weit.

Hinaus, dem Sturm entgegen!
Er lehrt mich kurz und gut,
Das Dürre allerwegen
Zu fassen und zu fegen,
Entfacht mir Glut und Mut.

Er bläst, will ich ermatten,
Mir frischen Odem ein
Und schuf, wenn Wolkenschatten
Den Tag verfinstert hatten,
Noch immer Sonnenschein.

Er ruft: "An blütenreiche
Lenztage dennoch glaub!
Der Weihnachtstanne gleiche,
Behalt nicht, wie die Eiche
Im Winter welkes Laub!"

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