> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Theobald Nöthig: Kriegslied (25)

2019-07-21

Gedichte von Theobald Nöthig: Kriegslied (25)





Kriegslied

Ihr stolzen, zahmen Sänger,
Der Lorbeer, der euch krönt
Weckt meinen Neid nicht länger,
Ich bin mit Euch versöhnt.

In jugendlichem Ringen
Griff ich nach eurem Kranz
Und ließ die Saiten klingen
Zu Rundgesang und Tanz.

Valet den Dichterträumen
Sagt jetzt die Mannesbrust
Im hohen Ueberschäumen
Befreiter Thatenlust.

Des Turteltäubchens Girren,
Der Laute weicher Ton,
Verklang im Kugelschwirren,
Im Hufschlag der Schwadron.

Wenn die Trompeten schmettern,
Zum Sturm die Trommel schallt,
Und sich zu schwülen Wettern
Die Pulverwolke ballt;

Wenn die Geschosse sausen,
Ringsum die Erde dröhnt,
Des deutschen Kampfrufs Brausen
Den Donner übertönt;

Wenn Ehrensalven melden
Und Trauermelodie
Die Thaten deutscher Helden
Das ist mir Poesie

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