> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Theobald Nöthig: Mückenfang (28)

2019-07-21

Gedichte von Theobald Nöthig: Mückenfang (28)





Mückenfang

Wir Mücken
Entschweben
Den Grüften
Und Leben
In Lüften,
Um uns zu entzücken
Im Tanze
Voll Wonne
Am Glanze
Der Sonne.

Wir Mücken
Sind Geister,
Erkoren
Vom Meister
Um Thoren,
Die überall große Lücken
Und Schwächen
Entdecken,
Zu stechen,
Zu necken.

Wir Mücken,
Wir singen
Auch Lieder,
Die klingen
Fein wider.
Nur schlechte Kritiken
Es nimmer
Erkennen
„Gewimmer“
Sie nennen.

Wir Mücken
Sind Seelen
Von Dichtern.
Vor scheelen
Kunstrichtern
Uns nichts wollte glücken.
Drum rächen
Wir Tücken
Und stechen
Als Mücken.

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