> Gedichte und Zitate für alle: Johann Wolfgang Goethe-Fragmente-Der Geist der Jugend (2)

2019-08-26

Johann Wolfgang Goethe-Fragmente-Der Geist der Jugend (2)




Der Geist der Jugend
Pantomimisches Ballet, untermischt mit Gesang und Gespräch
zum 30.Januar 1782.


Erster Akt

Wald, Nacht, im Grunde ein Berg

Vier Bauern mit Äxten und Wellenbündeln kommen heraus,
machen Pantomime von vollbrachter Arbeit, ergötzen sich
untereinander, essen, trinken und tanzen.
Ein Zaubrer erscheint auf dem Felsen und ist unzufrieden, sie
hier zu finden. Er erregt ein Donnerwetter, und sie entfliehen.
Eine Zauberin kommt auf einem Wagen durch die Luft gefahren,'
sie begrüßt den Zaubrer.

ZAUBRER. Sei mir gegrüßt, die du zur guten Stunde
von deinen fernen Bergen kommst. Uns führt hier ein
gemeinsam Werk zusammen. Gar nötig ist den Menschen,
wie den Göttern und uns, die wir zwischen beiden stehn,
wenn die gerechte Zeit zu einem langbereiteten und langgehofften
Werk herannaht, aufzumerken. Drum laß uns
heut vereint das Unsre tun, wenn wir auch sonst auf
Höhen und in Lüften uns zu vermeiden pflegen. Zwei
mächtige Nachbarn sind selten ruhig, keiner bringt dem
andern Vorteil. Doch wenn sie auf Augenblicke zu einem
großen guten Werke sich verbinden, dann nützen sie, gewaltsam
eilend, der Welt und sich.
ZAUBERIN. Dies werd ich nicht verkennen. Ich bin
bereit, was auch von alters her uns manchmal trennen
mochte, in diesem Augenblicke, als spülten Meereswellen
drüber her, gern zu vergessen. Ich weiß es wohl, mir
künden es der Sterne geheimnisvoll verschlungne Reihen
an: die Stunde naht, wo wir für uns und viele ein feierliches
Glück bereiten können. Was wir durch manche
Zeiten, ferne Länder, auf hohen Felsen und in düstern
Tälern, aus Kräutern und aus Steinen an geheimen Kräften
sondernd zusammenhäufen, ist wenig, ist ohnmächtig gegen
das, was heute leicht sich offenbaren soll.
ZAUBRER. Noch, fürcht ich, ist der Zorn des hohen
Geistes, mit dem er uns verfolget, nicht getilgt. Kaum
hoff ich, daß er uns vergönnt, das schöne Leben zu erneuern,
das wir so manch Jahrtausend sonst genossen.
ZAUBERIN. Ach, dieser Strafe, mit der er uns belastet,
gleichet keine. Ich rechte nicht, ob wir sie wohl verdient,
ob sie zu hart war? Uns, die wir sonst mit ewigem Göttervorrecht
der Jugend schöne Zeit nie überschritten, die
wir ein unverwelkend Reich bewohnten, uns sehen wir
verdammt, zu altern, zu verfallen, und ohne daß der Tod,
den Menschen gnädig, uns seine Arme hilfreich bieten
könnte. Entzückt gedenk ich jener Zeiten, die vorüber
sind, und mit Entsetzen der Stunde, da er den Balsam der
Unsterblichkeit aus allen Lüften, mit Einem Wort, gewaltsam
in sich sog und in die tiefste Gruft verschloßner
Steine den freien Geist der ewgen Jugend bannte.
ZAUBRER. Den zu befreien uns gelingen wird; denn
die Jahrhunderte des Zornes sind vorbei. Das Alter, das
uns mit ohnmächtiger Stärke gefesselt hält, wird seinen
Raub unwillig fahren lassen, und wiederkehrend wird die
Schönheit mit der Freude den leichten Tanz um unsre
Häupter führen,
ZAUBERIN. So laß uns wohlbedächtig an das Werk vereinte
Geister rufen; denn verbunden wird die Kraft mit
jedem Schritte größer. Laß uns auch dem Geschlecht
der Gnomen, von dem wir seiner Unart wegen uns sonst
enthalten, heut gefällig sein; denn sie sind Kerkermeister
unsers Glückes. Ich spüre schon, sie nahen emsig, die
Armen, mit uns gleich ins Alter Eingekerkerten. Sie nahen
schnell und sammlen alle Kräfte, das längst gehoffte Glück
heut zu ereilen.
Von der Höhe des Felsens und noch sonst her aus dem
Walde kommen alte Weibchen, die sich nach und nach zu
dem Zaubrer und der Zauberin gesellen und sehr vergnügt
sich mit ihnen besprechen.
ZAUBRER. Seid ihr es? Ach, seh ich euch nach langer,
langer Zeit in der Gestalt, wie ihr mir nie erscheinen
solltet!
ZAUBERIN. Bist dus, Arsinoe, die du so jung und schön
dem buntesten Schmetterlinge gleich, durch Wies` und
Wälder irrtest? Bist du es, Lato, die so sanft und schlank
der Geister Freude warst, wenn du, Aurorens schöne
Tränen sammlend, wohltätig welkender Blumen lechzende
Lippen erquicktest? Wo ist die Jugend hin, die euch und
uns entzückte?
ZAUBRER. O! hartes Schicksal! allzu strenger Schluß.
ZAUBERIN. Sagt mir, bin ich denn auch so alt und so
verfallen?
ZAUBRER. Der Zaubertrank, durch den die Zeit verwandelt,
ist aus der Quelle Lethes sanft gemischt.
ZAUBERIN. Gleich ich mir auch nicht mehr, so wenig
ihr euch gleicht?
ZAUBRER. Doch trauert nicht! was alles wir gelitten,
was wir erduldet.
ZAUBERIN. Bereitet euch zu einem großen Werke und
seid den Gnomen freundlich, die wir rufen. In diesen
Felsen liegt geheimnisvoll das Glück verschlossen, das
uns allen fehlt. Den Gnomen ruf ich auf und bitt euch,
seid bereit, was unser Vorteil euch gebietet, schnell zu
tun.
Sie erfreuen sich in einem Tanze dieser Nachricht. Die
Beschwörungen gehen an. Es tut sich ein Ende des Berges
auf, und der Gnome kommt hervor. Tanz des Gnomen, worinnen
er den Zaubrer und die Feen bewillkommt und, was
sie befehlen, fragt.
ZAUBRER. Es ist genug! Statt deiner seltnen Sprünge
bezeige dich bereit, zu tun, was wir gebieten.
ZAUBERIN. Wir kennen deine Höhlen, die wir nie betraten,
und die verworrenen grausevollen Klüfte so gut,
als hätten wir den Schoß der Erde mit euch, ihr Gnomen,
ängstlich durchgespäht. Ich weiß, in einer Gruft, wo Gold
und Silber und edler Steine Säfte von den Wänden triefen
und die unholde Finsternis mit heiligen Himmelsfarben
zieren, dort liegt ein Stein, der nie an dem Gebürg gehangen,
den kein Eisen je berührt, der undurchdringlich
ist, bis daß die Sterne, zusammentreftend, selbst den geheimen
Knoten lösen. Wie ihn die Götter nennen, wag
ich nicht zu sagen; wenn ihn ein Sterblicher erblicken
dürfte, wie er gleich einer glühenden Sonne Strahlen um
sich wirft, er würde tief verehrend, was von Karfunkeln
das Altertum erzählt, mit seinen Augen anzuschauen
glauben. Zu diesen Steinen öffne diesen Frauen dein Geisterchor
die langverschloßne Höhle. Du weigerst dich, du
schwankst? Du weißt, ich kann und darf in diesem Augenblick
befehlend sprechen; du weißt, ich kann dir drohn.
Willst du mich hindern, so sag ich dir: die größte Pein,
mit der ein Gnome deinesgleichen je beladen ward, häuf
ich auf dich. Statt sich vor dir zu öffnen, sollen der Erde
Höhlen sich auf dir knirschend schließen, und, zwischen
zackichte Kristalle eingequetscht, sollst du Jahrhunderte
die morschen Glieder zucken. Was gärend Beizendes von
scharfen Säften der Erde starre Adern durchquillt, will
ich tropfend auf deinen Scheitel sammlen, und statt des
Balsams deinen Wunden soll unerhörte Qual dich ätzend
peinigen. Und wirst du je befreit, so soll ein schlimmer
Los noch auf dich warten. Dem Menschen, der an deinem
Heiligtum begierig nascht, den du verscheuchst und feig
dem fliehenden ausweichst, will ich zum Knecht dich übergeben;
dort sollst du, in die Wasserräder eingeschlungen,
die langbewahrten Schätze unwillig selbst zutage fördern
helfen.—Erzittre du! doch nur vor meinem Zorne; denn
bist du willig und behilflich, so soll ein herrlich Mahl dir
und den Deinen bereitet werden; des Waldes schöne
Nymphen, die vor euch fliehen, sollen an euren Sitzen
stehen und euch aus goldnen Bechern süßen Wein mit
einem süßern Kusse reichen, und eine dieser Nymphen,
die du wählen darfst, soll dir als Gattin folgen, daß du
drinnen jemand habest, der für dich sorge, mit dem du
deine Schätze teilen mögest, wenn sie der Liebe reichre
Freuden mit dir teilt. Dies scheint dir zu gefallen. Geh!
gebiete den Deinigen, die Stunde naht, und fürchte das
Versäumnis!
Auf des Gnomen Wink öffnet sich der Berg. Man siehet
Berggeister, die mit ihren Lämpchen in einer Höhle verteilt
sind, um blinkende Erzadern auszuhauen. Die Höhle ist
übrigens dunkel. Auf Befehl des Gnomen kommen sie hervor
und halten mit ihren Grubenlichtern und Werkzeugen, welche
sie hernach den Feen überreichen einen Tanz, Diese tanzen
alsdann wieder vor sich; die Geister holen sich andere Lämpchen
und Werkzeuge und tanzen mit den Feen zu achten.
Hierauf ziehen sie mit einer feierlichen Musik mit den
Gnomen in den Berg hinein.

2. Akt.

ZAUBERIN. Ich irre nicht, er ruft mich zu sich her. Hat
er vollbracht, was unsre Wünsche sind? Bedarf er mein?
Ich fühl ihn in der Nähe.
ZAUBRER. Gedankenschnelle Freundin, begonnen ists
nun. Des Gnomen Widerwille war gar bald besiegt, und
unsere Feen sind mit seinen Geistern auf die geheimnisvollen
Wege eingegangen. Nun bitte ich dich: um unser
Wort zu halten, befehle du den Nymphen dieses Waldes,
die dich verehren, deiner Stimme gerne gehorchen, daß
sie ein herrlich Mahl bereiten und die Gnomen, die uns
so große Dienste fördern müssen, nach dem vollbrachten
Werke gern bedienen. Entfernt sei jeder Fußtritt der Unheiligen!
Ist es getan, so find ich dich bei unsern teuren,
geheimen Erlen wieder!
ZAUBERIN. Es soll geschehn, was du von mir verlangst,
und bald. Drum lebe wohl! (Zauberin ab.)
Auf ihren Wink steigen aus der Erde vier weibliche Geister
in Gestalt schöner Nymphen.
ZAUBERIN. Ich grüß euch, Gestalten
Der nächtlichen Zeiten!
Und heiß euch, den Gnomen
Ein Gastmahl bereiten.
Erwartet Belohnung
Und freundlichen Dank!
Befehlet die Tafeln
Den Geistern der Höhlen,
Sie horchen euch gerne,
Und lasset nichts fehlen

An Speise und Trank
Ihr scheint verwundert, daß ich euch zum Dienste unholder
Geister lade! Doch wird euch selbst Unangenehmes
leidlich, da ihr mirs tut, der ihr gewogen seid. Was ich
zu eurer Freude wieder kann, versäum ich nicht. Ich wende
Blitz und Schlag von euren Eichen weg, ich ziehe der
mächtigen Sonne gelinde Wolken vor, um eure zarten
Pflanzen zu beschützen, und zwinge selbst dem ehrnen
Mittag wohltätige Regenschauer ab. Vielleicht vermag
ich bald, was Schöners noch zu tun. Ihr seid zwar glücklich
in geselliger Jugend, doch leidet wohl die Stunde,
die sich naht, den Freundinnen auch Freunde zu verschaffen,
Tanz der Nymphen, worinnen sie sich zu dem Werk auf-
muntern. Sie schlagen an die Seite des Berges, und es kommen
acht Geister hervor. Sie zeigen ihnen, daß sie für eine
Tafel sorgen sollen. Auf Befehl der Nymphen steigen auf
beiden Seiten zwei Schenktische herauf mit vier goldnen
Kannen und Bechern. Die Geister bringen drei Tafeln aus
beiden Seiten des Berges und stoßen sie in der Mitte des
Theaters zusammen. Die Nymphen nehmen die Kannen und
die Becher, tanzen um den Tisch und zeigen ihre Willfährigkeit,
der Fee zu dienen. Die vier Bauern kommen zurück und
finden zu ihrer großen Verwundrung, daß es auf diesem
Platze Tag ist, da in der ganzen übrigen Gegend, wie sie
pantomimisch bezeichnen, Nacht sei. Die Nymphien bleiben,
da sie diese Gäste erblicken , unbeweglich, wie Statuen stehen.
Die Bauern ergötzen sich gar sehr an dem Anblick der
wohlbesetzten Tafel und der Mädchen mit Trinkgeschirren.
Hier entsteht ein Spiel. Die Bauern suchen den Nymphen
einige Bewegung abzuzwingen; da dieses nicht geht, wollen
sie ihnen die Kannen aus den Händen nehmen; da auch dieses
vergeblich ist, versuchen sie, die Kannen in den Händen der
Nymphen gegen die Becher zu bewegen und sich auf diese Weise
einzuschenken, welches auch wieder versaget. Es kann auch
noch dieser Scherz angebracht werden, daß die Nymphen, wenn
die Bauern unter sich sprechen, sich umkehren und, wenn diese
alsdann um sie herumgehen, sich wieder in ihre vorige Stellung
setzen. Zuletzt zwingen doch die Bauern die Kannen
in den Händen der Nymphen  gegen die Becher; sie werden
aber dadurch nichts gebessert, indem die Nymphen ihnen den
Wein in das Gesicht schütten und, wie sie darüber zusammenfahren,
sich davonmachen. Die Bauern erholen sich und
setzen sich getrost an den Tisch. Hier geht der neue Scherz
an, daß eine Pastete nach der andern sich eröffnet, eine
Hand herausreicht und den Bauern, die mit etwas andern
beschäftigt sind, eine Ohrfeige gibt oder sie bei den Haaren
zupft. Diese werden darüber uneins und fangen untereinander
Händel an. Sie werfen die Stühle durcheinander. Der
Zaubrer erscheint oben auf dein Felsen; er ist erzürnt und
fordert die acht schwarzen Geister auf, diese Bauern wegzujagen.
Es entsteht ein Tanz, wo die Bauern den Geistern
zu entfliehen suchen, die sich ihnen immer in den Weg stellen
und sie endlich, je zwei und zwei, bei dem Schpfe fassend,
hinwegschaffen,

Dritter Akt

Nacht

Der Zaubrer, die Zauberin, vier Nymphen.

ZAUBRER. Laß uns ehrerbietig hereintreten, die Erfüllung
unserer Wünsche nähert sich. Ich habe Geduld
gelernt, und doch braust meine Seele vor Erwartung.
ZAUBERIN. Ich seh sie nicht ferne,
Die heilige Stunde,
Es zeigt mir die Kunde
Der eilenden Sterne
Den feierlichen Blick!
Sie kommen! Sie eilen!
Sie bringen, sie teilen
Uns allen das Glück!
Die innere Höhle tut sich auf, und man sieht sie ganz blinken
von Gold und Edelsteinen. Aus der Tiefe kommt der
Zug hervor: die Feen und die Gnomen mit Lampen, hinter
ihnen andre Gnomen, die einen Wagen ziehen, worauf ein
großer glänzender Stein lieget; es folgt ein großer Zug Berggeister.
Sie machen die Tour vom Theater, laden endlich

den Stein in der Mitte ab, und alle nehmen ihre angewiesene
Plätze. Der Zaubrer befiehlt den Gnomen den Stein eröffnen
zu lassen. Die Berggeister machen sich mit ihren
Werkzeugen an den Stein und trennen ihn voneinander.
Der Stein springt, man sieht darinnen einen Amor sitzen,
und im Augenblicke verwandelt sich alles: das Theater stellt
einen prächtigen Saal vor, der Zaubrer und die Zauberin,
alle tanzende Personen des Stücks werden verjüngt und verwandelt.
Tänzer und Tänzerinnen sind alle überein gekleidet,
alles bezeigt seine Freude und Verehrung gegen Amorn. Die
Schnelligkeit und Akkuratesse, wie dieses alles geschieht,
gibt der Entwicklung ihren ganzen Wert.
ZAUBERIN. Dich freundlichen Knaben
Dich zeugten und gaben
Die seligen Götter,
Ein König zu sein.
ZAUBRER. In himmlischen Lüften,
In Tiefen und Grüften,
In Meeren und Strudeln
Ein König zu sein.
BEIDE. Die Jungen erhalten,
Verjüngen die Alten!
Das Leben beleben
Vermagst du allein.
Es entdecken sich Stufen, die vom Theater in das Parterre
führen und die bisher verborgen gewesen sind. Ein angenehmer
Marsch setzt die kleinsten Paare in Bewegung, sie
neigen sich vor Amorn, der im Grunde zwischen Zaubrer
und Zauberin steht, gehen sachte das Theater hervor, die
Treppe herunter, auf die Herzogin zu, die fünf ersten Paare
stellen sich im mittleren Gang des Parterres in Reihen, das
sechste, welches Amorn zwischen sich genommen hat, geht
durch sie durch und bringt ihn bis vor die Herzogin, welcher
er ein Körbchen mit Herzen und Blumen überreicht. Diese
enthalten das angefügte Gedicht, auf Bänder gedruckt.
Amor, der den schönsten Segen
Dir so vieler Herzen reicht,
Ist nicht jener, der verwegen.

Eitel ist und immer leicht;

Es ist Amor, den die Treue
Neugeboren zu sich nahm,
Als die schöne Welt, die neue,
Aus der Götter Händen kam.

Gierig horcht ich ihren Lehren,
Wie ein Knabe folgsam ist.
Und sie lehrte mich verehren,
Was verehrungswürdig ist.

Mit den Guten mich zu finden,
War mein ernster Jugendtrieb;
Mich den Edlen zu verbinden,
Machte mir die Erde lieb.

Aber ach! nur allzu selten
Freut mein erster Gruß ein Herz;
Meine falschen Brüder gelten
Mehr mit leichtem Wechselscherz.

Einsam wohn ich dann, verdrossen,
Allen Freuden abgeneigt,
Wie in jenen Fels verschlossen,
Den die Fabel dir gezeigt.

Doch auf einmal bilden wieder
Herzen sich, dem meinen gleich;
Ewig jung komm ich hernieder
Und befestige mein Reich.

Jugendfreuden zu erhalten,
Zeig ich leis das wahre Glück,
Und ich führe selbst die Alten
In die holde Zeit zurück.

Was den Guten Guts begegnet,
Leiten Göttliche durch mich.
Dieser Amor grüßt und segnet
Heute seine Freundin, Dich!

Indessen tanzen die vier großen Paare nach derselben Melodie
einen graziösen Tanz. Wenn die Kleinen mit Amorn
wieder hinaufziehen, stellen sich alle perspektivisch in zwei
Reihen und singen als
CHOR. Die Jungen erhalten,
Verjüngen die Alten!
Das Leben beleben
Vermagst du allein.
Hierauf folgt das Schlußballett mit Kränzen, erst zusammen,
dann einzeln, zu zweien und so weiter, wie es hergebracht ist

Keine Kommentare: