> Gedichte und Zitate für alle: Johann Wolfgang von Goethe: Ergänzung des Testaments vom 24. Juli 1797 (2)

2019-08-13

Johann Wolfgang von Goethe: Ergänzung des Testaments vom 24. Juli 1797 (2)



Nachdem ich den mit meiner Freundin und vieljährigen Hausgenossin Christianen Vulpius erzeugten Sohn August in einem unter dem 24. Juli 1 797 vollzogenen und alsbald bei Fürstl. Regierung niedergelegten Testament zu meinem Universalerben eingesetzt, seit der Zeit aber
das Freigut zu Oberroßla käuflich an mich gebracht, welche durch Serenissimi Gnade nachher in ein rechtes Erblehn verwandelt und mir die Facultät, darüber inter vivos et mortis eauta zu disponiren, zugestanden worden: als habe ich, durch gegenwärtiges Codicill, die Erbeinsetzung
meines Testaments dahin erklären und erstrecken wollen, daß gedachtes erkauftes Lehngut unter meinen Nachlaß, worin ich meinen Erben eingesetzt habe, mit gerechnet, mithin derselbe auch in dieses Gut als Universalerbe succediren solle.

Was die darauf haftenden Schulden betrifft, so können solche durch die nach meiner verehrten Mutter, Gott gebe spätem Ableben [frei werdenden Gelder] abgetragen, inzwischen aber die überschießenden Revenüen zur Erziehung meines Sohnes verwendet werden, worüber dessen
Herrn Vormunds geneigte Sorgfalt erbitte.

W. d. 4 Juli 1800.

Gespräche Eckermann

 weiter

Goethe in vertraulichen Briefen seiner Zeitgenossen-

Keine Kommentare: