> Gedichte und Zitate für alle: J.Wolfgang von Goethe- [Rachel Wetzlar in Sachen Nathan Wetzlar gegen Creditores] (29)

2019-10-29

J.Wolfgang von Goethe- [Rachel Wetzlar in Sachen Nathan Wetzlar gegen Creditores] (29)



[Rachel Wetzlar in Sachen Nathan Wetzlar gegen Creditores]

[Frankfurt, 18. August 1775] 

Wohl- und HochEdelgeborne Gestrenge Fest und Hochgelahrte HochFürsichtige und Hochweise Herren; Großgünstig Hochgebietend und Hochgeehrteste Herren Gerichts Schultheiß und Schöffen! So wenig endes unterzogene gesonnen ist, nur im mindesten ihrem Wittums-Recht auf die beiden Wohnungen ihres Mannes zu entsagen; So will sie doch um ihre Bereitwilligkeit zu zeigen, denjenigen Vorschlag auf gewisse Weise genehmigen, welchen der Herr Masse-Verweser in seinem Exhibito vom 2ten Aug: h. a. getan. 

Nämlich, daß ohne Nachteil und mit Vorbehalt meiner von dem hochRichterlichen Ausspruch abhängenden Rechten, die drei Quart Haus zum roten Turn, unter gegenwärtig sich ereignenden Umständen verkauft, und die Gelder davon bis zu Austrag der Sache, deponiert werden mögen. 

Wie ich denn dagegen allem dem was zu etwaiger weiterer Veräußerung, des andern Wohnhauses, des SchulSessels, und der Möblen, künftig etwa vorgeschlagen und unternommen werden könnte, aber- und abermal widerspreche, meine Sache dem Hochansehnlichen Richterlichen Amte untertänigst empfehle und submissest verharre.

Euer Hochadel. Gestrengen und Herrlichkeiten p untertänigste Rachel des Nathan Aaron Wetzlar Ehe Frau JWGoethe Lt

[Frankfurt, August (?) 1775] 

Wohl- und HochEdelgeborne Gestrenge Fest und Hochgelahrte HochFürsichtige und Hochweise Herren; Großgünstig Hochgebietend und Hochgeehrteste Herren Gerichts Schultheiß und Schöffen! Das Präsentat des Herrn Masse-Verwesers meines Mannes, vom 2ten August sub Rubro »Schließliche gehorsamste Gegenvorstellung p«, enthält verschiedene mir so besonders gravierliche und doch leicht aus dem Weg zu räumende Nova daß ich durch gegenwärtiges Ew. HochAdel. Gestrengen und Herrlichkeiten p ganz untertänig angehen: 

Hochdieselben geruhen mir zu Verhandlung weiterer Rechtlicher Notdurft einen Termin von Vierzehen Tagen à Die insinuationis vener: Sper: Decreti Hochgeneigtest zu vergünstigen. Wo . . .

Briefwechsel Schiller und Goethe


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