1802
1802, 2. (oder 3. ?) Januar.
Über die Aufführung des »Ion«
Über die Aufführung des »Ion«
Goethe hat den größten Fleiß darauf verwendet; .... auch habe ich [Schelling] ihn selten oder niemals so erfreut über einen theatralischen Erfolg, so guter Laune gesehen, als die war, in welche ihn dieser Succeß versetzt hat.
1802, Anfang Januar.
Über Kotzebues »Wirrwarr«
Über Kotzebues »Wirrwarr«
1802, 14. Februar.
Uber den Aufführungspreis des »Ion«
Das Frankfurter Theater hat gestern angefragt bei Goethe, ob es eine Abschrift des »Jon« erhalten könne und zu welchem Preis. G. wollte nun wissen, ob man Dir erst schreiben solle und Dich den Preis bestimmen lassen; da ich aber glaubte, Du würdest eben auch mit G. darüber berathschlagt haben, so konnten wir dieses ohne Zeitverlust in Deiner Seele. Er ist der Meinung, es der Direction zu überlassen, dann bekomme man am meisten. Uber den Aufführungspreis des »Ion«
[Nach Carolinens Brief vom 22. Februar hat Goethe doch noch 30 Ducaten verlangt.]
1802, 14. und 21. Februar.
Über ein von August Wilhelm Schlegel
eingesandtes Lustspiel
Über ein von August Wilhelm Schlegel
eingesandtes Lustspiel
a.
Wie, mein Herr, Sie haben ein Intriguenstück gemacht und ich weiß nichts davon? Goethe dachte sich gar nicht anders, als daß ich es wissen müsse. ... Ich [Caroline Schlegel] nahm mich gleich zusammen und redete so zierlich unbestimmt, daß er es gar nicht gewahr wurde und ich alles erfahren, was man mir nicht hat anvertrauen wollen, da ich doch so verschwiegen bin wie der alte Herr kaum. Was Du nun aber zur Strafe nicht erfahren sollst, ist seine Meinung davon, die er doch von sich gegeben hat soviel wie möglich war, indem ich mich auf kein Detail einfassen konnte. Und zum Wahrzeichen sag' ich Dir dieses: obgleich Du gegen ihn es unentschieden gelassen, daß Du dies Stück wirklich gemacht hast, so schließe ich doch aus dem, was er darüber sagte, daß es nicht von Dir ist.
b.
1802, Mitte Februar.
Mit Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
Mit Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
1802, 11. März.
Über die Änderungen in Kotzebues
»Deutschen Kleinstädtern«
Über die Änderungen in Kotzebues
»Deutschen Kleinstädtern«
1802, 8. April.
Mit Christoph Martin Wieland
Mit Christoph Martin Wieland
1802, 29. Mai.
Bei Aufführung von F. Schlegels »Alarcos«
Je näher der zur Aufführung des »Alarcos« anberaumte Tag herankam, desto lebhafter ward die Neugierde, das vielbesprochene und bekrittelte Stück zu sehen, und als es endlich erschien, strömte die halbe Bevölkerung von Weimar zum Theater. ... Bei Aufführung von F. Schlegels »Alarcos«
Trotz so vieler Jahre, die seit jenem Tage über meinem Haupte hingezogen sind, sehe ich [Freifrau v. Beaulieu] doch noch jetzt in dem ungetrübten Spiegel der Erinnerung ebenso deutlich wie damals in der Wirklichkeit das überfüllte Schau spielhaus vor mir – mitten im Parterre Goethe, ernst und feierlich auf seinem hohen Armstuhle thronend. ...
Im Anfange der Vorstellung verhielten sich die Zuschauer völlig passiv; je weiter aber das Stück vorwärts schritt, desto unruhiger ward es auf der Gallerie und im Parterre. .... In der Scene, wo gemeldet wird, daß der alte König, den die auf seinen Befehl ermordete Gattin des Alarcos vor Gottes Richterstuhl citirte, »aus Furcht zu sterben, endlich gar gestorben« sei, da brach die Menge in ein tobendes Gelächter aus, sodaß das ganze Haus davon erbebte. ...
Aber nur einen Moment. Im Nu sprang Goethe auf, rief mit donnernder Stimme und drohender Bewegung: »Stille! Stille!«1 und das wirkte wie eine Zauberformel ... Augenblicklich legte sich der Tumult, und der unselige »Alarcos« ging ohne weitere Störung, aber auch ohne das geringste Zeichen des Beifalls zu Ende.
1 Nach »Aus dem Tagebuche eines alten Schauspielers« hätte Goethe gerufen: »Man lache nicht!« Zwar ist dies dort von der Aufführung des »Jon« erzählt, aber in zweifelloser Verwechselung mit »Alarcos«, wie auch im folgenden Stück 191.
1802, 30. Mai.
Nach Aufführung des »Alarcos«
Nach Aufführung des »Alarcos«
1802, Frühjahr.
Über die Brüder Schlegel
Über die Brüder Schlegel
1802, 15. Juni.
Mit dem Improvisator Scotes
Herr Scotes .... hielt.. heute Abends eine öffentliche Akademie ..... Der Künstler gestattete sich keine der sonst gewöhnlichen Erleichterungsmittel, als: Begleitung von einem Instrument, weit hergeholte Episoden, Gemeinplätze, Einleitungen, Complimente. Nur wenige Augenblicke, nachdem die Aufgabe gesprochen ist – und ein unaufhaltsamer Strom harmonischer Reden entquillt schon seinem Innern und rauscht.. dem vorgesteckten Ziele zu. Die erste Aufgabe war: die Flucht der Musen aus Griechenland nach Italien – ein Thema, dessen überströmenden Reichthum der verständige Künstler überall sehr gut zu beherrschen und durch eine feine Anordnung lichtvoll darzustellen wußte. Durch eine Galerie der berühmtesten Dichternamen aus dem alten Griechenland und dem alten und neuen Italien, wovon jeder ein charakteristisches Tableau aus seinen Gedichten beitragen mußte, führte uns der bekannte Schnellsänger – um einmal mit Herrn Campe zu reden – zu der jetzigen traurigen Lage seines, durch Krieg und Parteigeist verödeten Vaterlandes und begleitete nun die Musen, die jenen Schrecknissen entflohen, über die Alpen in das friedliche Deutschland der geistreichen und selbst als Dichterin berühmten Dame [Amalie v. Imhoff] gegenüber, die diese Aufgabe auf dringendes Bitten der Gesellschaft ausgesprochen hatte. Einigen Anwesenden schien dieser Gegenstand für einen solchen Künstler zu leicht. Der Herr Geheime Rath v. Goethe nannte also ein weit beschränkteres, aber eben darum dem wahren Künstler zum Aufgebot seiner ganzen Dichterschätze noch willkommneres Thema: das Vergnügen eines italienischen Zuschauers in einem Nationallustspiel an den vier bekannten Charaktermasken. Mit sichtbarer Freude ergriff der stets fertige Improvisator diesen Stoff fast ohne alles vorhergehende Nachdenken, und nachdem er im Eingang diesen Gegenstand sehr sinnreich mit dem vorhergehenden verknüpft und gezeigt hatte, daß jetzt nicht Zeit zur ängstlichen Wehklage, sondern zur lachenden Fröhlichkeit sei, zeigte er mit der lebendigsten Anschauung und einer treffenden Mimik alle charakteristischen Eigenschaften des Arlechino, Pantalone, Brighella und Tartaglia, indem er sie durch eine ganze Reihe komischer Situationen durchführte und mit dem ganzen unerschöpflichen Reichthum ächt italienischer Lazzi, soweit sie die Sprache aufnimmt, und burlesker Einfälle ausstattete. Auch hier, wie bei jeder andern Gelegenheit, zeigte sich die, an Künstlern seiner Art besonders seltene, ihm aber ganz eigene Fertigkeit einer klaren Exposition. Erst zeichnete er jene scherzhaften Figuren nur in allgemeinen Umrissen, dann ging er sie aufs Neue mit belebender Ausführlichkeit durch. Mit dem Improvisator Scotes
b.
Mir [Amalie v. Imhoff] wurde die Aufgabe übertragen, dem Improvisator den Text zu geben; ich schlug vor: die Flucht der Musen aus Griechenland nach Italien. Er führte das Thema befriedigend durch, aber zu meiner Genugthuung begegnete ich mich im Urtheil mit Goethe darüber, daß Scotes sich hauptsächlich auf Details über die Dichter eingelassen hatte und das eigentlich poetische Motiv des Gegenstandes vernachlässigte.
1802, 23. Juni.
Über Johann Daniel Sander und Gattin
Über Johann Daniel Sander und Gattin
1802, 26. Juni.
Im Schauspielhaus zu Lauchstädt
Am 20. Juni ging die Gesellschaft nach Lauchstädt, wo das neuerbaute Theater am 26. Juni mit dem Vorspiel »Was wir bringen« und der Oper »Titus« eröffnet wurde. Im Schauspielhaus zu Lauchstädt
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Goethe hatte seinen Platz auf dem Balcon genommen. Nach dem Vorspiel brachte das Publikum Goethe ein dreimaliges Hoch! indem es sich erhob und seine Blicke nach ihm richtete. Er trat vor und sprach: »Möge das, was wir bringen, einem kunstliebenden Publikum stets genügen.« Nach diesen Worten zog er sich zurück und kam auf die Bühne, um dem Personale seine Zufriedenheit mitzutheilen.
1802, Juli (?).
Bei August Lafontaine
Bei August Lafontaine
1802, Ende August.
Mit Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
Mit Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
Daß mit Goethe in dieser Sache sehr wenig anzufangen war, haben Sie [W. Schlegel] sehr richtig vorausgesehen. Nicht als ob er nicht die ganze Schändlichkeit und Abscheulichkeit gefühlt, den besten Willen gezeigt hätte, sondern weil er versicherte, in der Sache keinen Erfolg versprechen zu können. Mein Ansinnen war nämlich, einen unmittelbaren Schritt der Regierung durch ihn zu bewirken. Er versicherte mich der Schwierigkeit, die er hierbei zu überwinden haben und wahrscheinlich nicht überwinden würde; er rieth von nichts ab, gab aber nur den einzigen, sich von selbst verstehenden Rath, nichts zu unternehmen, wobei man der completten Sache und des zu wünschenden Erfolgs nicht versichert sei.
Das persönliche Gewicht von Goethe konnte, um etwa die jetzigen Redacteure der »Literatur-Zeitung« zu einer Zurücknahme auf die von Ihnen angegebene, auch von mir gedachte Weise zu bewegen, bei der grenzenlosen und von Ihnen vielleicht selbst nicht so gewußten Unverschämtheit und Infamie des Schütz, die seitdem immer zugenommen hat, nichts fruchten, vielmehr hätte Goethe sich einzig selbst dadurch ausgesetzt.
1802, Ende September.
Über Johann Gottfried Schadow
Unser [Schadow's und Franz Catel's] dritter Besuch war bei Herrn v. Goethe, wo uns Meyer gemeldet hatte. Der Bediente fragte, ob G. Schadow dabei sei; er öffnete den Saal und Meyer erschien. Man besah eine Copie Titian's von Bury, illuminirte Blätter aus der Farnesina und eine Büste der Unzelmann. Herr v. Goethe trat auf, schnellen Schrittes. »Sie wollen mir das Vergnügen Ihres Besuches geben,« sagte er und befahl, uns Stühle zu geben. Seine erste Frage war nach Zelter's Befinden, von dem ich ihm einen Brief gab, wobei das Gespräch blieb und er wenig sagte. Ich wollte auf was anderes kommen und benahm mich ungeschickt, indem ich fragte, ob er verstatten würde, mit dem Zirkel die Maße nehmend, seinen Kopf zu zeichnen? Dies sei bedenklich, sagte er; denn die Herren Berliner wären Leute, die daraus manches deuten möchten; in Weimar wäre einer gewesen, der Gall's Lehren anhinge, nämlich der Dr. Froriep, der gerade verreist sei. Zugleich erschien sein Bedienter, der ihn abrief. Da er lange ausblieb, führte uns Meyer in ein anderes Zimmer, zeigte uns die von ihm gemalten Superporten und einen Medusenkopf im Fußboden. Als Herr v. Goethe wiederkam, entschuldigte er sich mit den Geschäften. Wir waren aufgestanden, das Gespräch war stehend; wir mußten zum Mittagstisch nach Jena bei Herrn von Kotzebue und empfahlen uns sogleich.
Herr v. Goethe hatte Grund, mir nicht freundlich zu sein. In den »Propyläen« hatte er das Kunsttreiben Berlins als prosaisch geschildert; in einer andern Zeitschrift [»Eunomia«] hatte ich hierüber eine andere Ansicht gegeben, und war er damals dergleichen Dreistigkeiten nicht gewohnt.
Beim Abschiede sagte er: »Sie werden doch noch einige Zeit hier bleiben.« Die Brüder [Franz und Louis] Catel meinten, ich sei mit meinem Antrage die Quere gekommen.
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Böttiger sagte, Herrn v. Goethe behage mein Herkommen nicht, sei es nun wegen meiner Bemerkungen über die »Propyläen«, oder weil seine Ausstellung armselig ausgefallen war. Die Aufforderung, Kunstwerke einzusenden, war von ihm ausgegangen, die Kunstfreunde in Weimar hatten geringe Geltung, und so kam die Mißernte.
1802, Ende September (?).
Über Johann Gottfried Schadow
Über Johann Gottfried Schadow
1802, kurz vor 13. October.
Mit Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
Warum entschließen Sie [W. Schlegel] sich nicht kurzweg, gegen Schütz und die Lit. Zeitung die Scene mit Kotzebue [durch die Schrift »Ehrenpforte und Triumphbogen für den Theater-Präsidenten v. Kotzebue«] zu erneuern? Gegen unsere, von Grundsätzen der Honnetetät ausgehenden Erörterungen wird Schütz sich immer halten können, da er den tiefsten Grund der Infamie aufzuwühlen sich nicht scheut. Gegen den Witz hält auch dieser Heroismus der Niederträchtigkeit nicht Stich. Mit Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
Eine große That dieser Art befreit uns auf immer. Rücksichten sind hier keine mehr zu beobachten. Machen Sie gegen Schütz was Sie wollen, er wird ohnmächtig stampfen und sich wüthig anstellen, aber in die Falle des Verklagens geht er gewiß nicht mehr, gegen welches wir auch ein ganz sicheres Mittel haben, nämlich das Perhorresciren des hiesigen Forums. Von Seiten der Regierung in Weimar ist durchaus kein Schritt zu erwarten; sie hat die Maxime des gänzlichen Ignorirens angenommen und wünscht nur, von Jena gar nichts mehr zu hören – was ich aber geschrieben, ist imgrunde auch die Meinung Goethes, der eben jetzt auf einige Tage hier war. Er hatte gegen Ihre Schrift [»A. W. Schlegel an das Publikum. Rüge einer in der Allg. Lit.-Ztg. begangenen Ehrenschändung«] nichts auszusetzen, als daß sie kein radicaler Todtschlag sei.
Wenn Goethe in dieser Sache weniger thut, so ist es, weil er imgrunde ganz in derselben Lage ist, wie wir, da er in Weimar ganz allein steht und selbst seine unmittelbaren Bekannten mehr oder weniger auf beiden Achseln Wasser tragen. Soviel ich merken kann, denkt er auf eine ziemliche Zeit wegzugehen – wohin? weiß ich nicht. Sie werden seinen und aller Verständigen Beifall haben, wenn Sie mit Einem Streich alles vollführen.
Von dem spanischen Stück [»Die Andacht zum Kreuz«] kann Goethe nicht aufhören zu reden. Wenn man Guido sehe, sagt er, so meine man, daß niemand besser gemalt habe – wenn Raphael, daß die Antike nicht besser sei. So mit Calderon: nicht nur Shakespeare gleich, sondern, wenn es möglich wäre, ihm noch mehr zuzugestehen! Unbegreiflicher Verstand in der Construction, Genie in der Erfindung. – Genug: diesmal kann man ihm nicht vorwerfen, daß er zu kalt lobt. Die Aufführung, meint er, sei unmöglich, da es auf die Menge doch nur durch den Stoff wirke, der als fremdartig selbst schon durch die Freiheit, womit er behandelt sei, gerade den Protestanten anstößig sei. Mit Ihrer Antwort gegen den Schwacke schien er nicht zufrieden. Sie verderben die Leute, sagte er, indem Sie sich darauf einließen, sie zu belehren, und er hätte gar zu gern gesehen, wenn Sie dem Kerl das Fell über die Ohren gezogen und dann ausgestopft ihm selbst zurückgegeben hätten.
1802, 13. (?) October.
Mit Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
Mit Friedrich Wilhelm Joseph Schelling
1802, Mitte October.
Über »Lacrymas« von W. von Schütz
Über »Lacrymas« von W. von Schütz
1802, 24. (?) November.
Über Gespräche von Todesfällen
Über Gespräche von Todesfällen
1802, November und December.
Uber die scherzhafte Besprechung
der Weimarer Kunstausstellung
Uber die scherzhafte Besprechung
der Weimarer Kunstausstellung
a.
Mit dem Bericht von der Kunstausstellung – das war allerdings ein guter Spaß, um ihn so mitanzusehen. In Rom konnte jeder, der das Waffenhandwerk übte, auch den Triumphator insultiren, aber der gemeine Soldat zu sein, der das Organ der genommenen Satisfaction war, kann doch nicht für wünschenswerth gehalten werden. Sie [W. Schlegel] zerbrechen sich den Kopf über den Verfasser? Hier war man so ziemlich gewiß darüber: man glaubte allgemein, es sei [August] Bode, der doch in der »Gigantomachie«1 einigen Witz gezeigt hat. Was sagen Sie dazu? Daß er nichts von Kunst versteht, ist kein Beweis; wahrscheinlich haben ihm Künstler (Schadow?) geholfen. Synthetisch ist die Person auf jeden Fall. – Goethe scheint auch der Meinung gewesen zu sein, da er gesagt haben soll, es hab' es ein Lausbub gemacht, welches in unserem südlichen Dialect ein Subject bedeutet, das kein übles Ingenium hat, aber sich durch einen schäbigen Willen unnütz macht.
b.
Ich [Schelling] kann Ihnen [W. Schlegel] wohl sagen, da Sie keinen weitern Gebrauch davon machen werden, daß er [Goethe] ohnlängst in einem sehr allgemeinen Gespräche von der Kunstausstellungsgeschichte etwas von Impietät sagte, wodurch er auf Urheber zu zielen schien, mit denen er in freundschaftlichen Verbindungen gestanden hatte, allein gewiß hat er dabei an keinen Ihrer unmittelbaren Freunde gedacht .... Wenn dies Wort außer der ganz allgemeinen Bedeutung – da er sich, wie Sie wissen, gern die Ansprüche des Alters giebt – eine nähere Beziehung hatte, was ich nicht glaube, so möchte es auf Hartmann zielen, der jetzt allgemeiner für den Verfasser gehalten wird, wie ich gleichfalls von Tieck erfahren habe. Über die2 letzteren Arbeiten hat er sich in der besten Laune mit wahrhafter Theilnahme und Billigung geäußert, so daß ich nicht begreife, wie Tieck einigen Grund haben konnte, eine minder gute Stimmung gegen sich bei Goethe vorauszusetzen. 1 Leipzig, W. Rein, 1800.
2 des?
1802, Ende.
Über Calderons »Andacht zum Kreuz«
Über Calderons »Andacht zum Kreuz«
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