> Gedichte und Zitate für alle: Herman Siebeck: Goethe als Denker- 4. Kapitel Seite 2

2019-11-09

Herman Siebeck: Goethe als Denker- 4. Kapitel Seite 2



4. Mit dem hier bezeichneten Gedanken treffen wir wieder einmal, und zwar diesmal von der Seite der praktischen Weltbetrachtung her, auf Goethes Ansicht von der Bedeutung der Individualität. Es handelt sich hier um die Frage von ihrem Verhältnis zur moralischen Weltordnung. Der Einzelne als solcher soll sein Wesen und seine Bestimmung darin finden, die Normen des Allgemein-Menschlichen in sich zu verwirklichen und darf sich in diesem Bemühen seines Mitbeschlossenseins in das Gefüge der moralischen Weltordnung getrösten. Kann doch diese selbst sich nur in und durch die Individuen verwirklichen. Der Endpunkt und Wert des allgemeinen Geschehens liegt in der Individualität und ihrer Wirkung. Das Entstehen, Dasein und Wirken der Einzelpersönlichkeiten gibt dem Weltleben erst sein Gepräge und seine Bedeutung. Zeugnis dessen gibt vor allem die Entwickelung der Wissenschaft. „Zu allen Zeiten sind es nur die Individuen, welche für die Wissenschaft gewirkt, nicht das Zeitalter" (19, 63). „Der schwache Faden, der sich aus dem manchmal so breiten Gewebe des Wissens und der Wissenschaften durch alle Zeiten, selbst die dunkelsten und verworrensten, ununterbrochen fortzieht, wird durch Individuen durchgeführt. Diese werden in einem Jahrhundert wie in dem anderen von der besten Art geboren und verhalten sich immer auf dieselbe Weise gegen jedes Jahrhundert, in welchem sie vorkommen. Sie stehen nämlich mit der Menge im Gegensatz, ja im Widerstreit" (36, 92). Daher auch die tiefgehendsten Einsichten über Wesen und Zweck der Welt und des Daseins sich uns aus dem Leben und Wirken großer Persönlichkeiten erschließen. Das Wesen der Welt, das in keine Formel zu fassen ist, stellt sich in Persönlichkeiten dar. „Der Kern der Natur ist Menschen im Herzen". Speziell in Beziehung auf das Wesen des Sittlichen ergibt sich von hier aus die Einsicht, daß dieses als das Normal-Menschliche zwar mehr oder weniger dem Menschen im allgemeinen angeschaffen ist, „im hohen Grade aber einzelnen ganz vorzüglich begabten Gemütern" (G 6, 86). Und es ist Goethes Ueberzeugung, daß die echten Menschen aller Zeiten einander vorausverkünden, aufeinander hinweisen, einander vorarbeiten. Hiermit im Einklang steht die andere, daß die Persönlichkeit unbeschadet der mannigfaltigen Einwirkungen innerhalb des umfassenden Getriebes ein in ihr selbst ruhendes konstantesWesen und Gesetz bewährt, von welchem den Einzelnen weder er selbst noch irgend ein Aeußeres abbringen kann. An diesem Punkte kommt der Spinozasche Einschlag der Goetheschen Weltanschauung wieder zum Vorschein: der Mensch mag sich wenden, wohin er will, er mag unternehmen, was es auch sei, stets wird er auf jenen Weg zurückkehren, den ihm die Natur einmal vorgezeichnet hat. Die Individualität in diesem Sinne ist für Goethe auch im Drama und Roman das Urphänomen, das er durch die Handlungen der betreffenden Person zur Anschauung bringen will In poetischer Form hat Goethe dieses individuelle Unveränderliche im Menschen, „das Charakteristische, wodurch sich der Einzelne von jedem Anderen bei noch so großer Aehnlichkeit unterscheidet", einmal mythologisiert als den „Dämon", den er dann in „orphischen" Strophen rätselhaft und doch durch sichtig erläutert:

„Bist alsobald und fort und fort gediehen 
Nach dem Gesetz, wonach du angetreten. 
So mußt du sein, dir kannst "du nicht entfliehen, 
So sagten schon Sibyllen, so Propheten; 
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt 
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt" (2, 242).

In der Form der Theorie findet sich dieser wesentliche Punkt in der Geschichte der Farbenlehre, bei Gelegenheit der Analyse von Newtons Persönlichkeit mit beleuchtet und zu einer Art von Charakterologie ausgebildet. „Jedes Wesen, das sich als eine Einheit fühlt, will sich in seinem, eigenen Zustand ungetrennt und unverrückt erhalten. Dies ist eine ewige notwendige Gabe der Natur, und so kann man sagen, jedes Einzelne habe Charakter bis zum Wurm hinunter, der sich krümmt, wenn er getreten wird . . . Doch bedient man sich des Wortes Charakter gewöhnlich in einem höheren Sinne: wenn nämlich eine Persönlichkeit von bedeutenden Eigenschaften auf ihrer Weise verharret und sich durch nichts davon abwendig machen läßt". Aehnlich in dem Briefe an W. v. Humboldt vom 17. III. 32 (wohl dem letzten, den Goethe überhaupt geschrieben hat  „Das beste Genie ist das, welches alles in sich aufnimmt, sich alles zuzueignen weiß, ohne daß es der eigentlichen Grundstimmung, demjenigen, was man Charakter nennt, den mindesten Eintrag tue, vielmehr solches noch erst recht erhebe und durchaus nach Möglichkeit befähige . . . Die Organe des Menschen durch Uebung, Lehre, Nachdenken, Gelingen, Mißlingen . . verknüpfen ohne Bewußtsein in einer freien Tätigkeit das Erworbene mit dem Angeborenen, so daß es eine Einheit hervorbringt, welche die Welt in Erstaunen setzt." Das Fundament des Charakters in diesem Sinne ist das entschiedene Wollen, und zwar „ohne Rücksicht auf Recht und Unrecht, auf Gut und Böse, auf Wahrheit oder Irrtum" . . . ; der Charakter bleibt derselbe, er mag sich dem Einen oder dem Anderen ergeben. Es kann daher geschehen, daß ein starker Charakter, „um sich selbst treu zu bleiben, treulos gegen die Welt wird". Der Charakter bleibt was er ist, auch da wo er vermittelst einer Art von „höherem Bewußtsein" in der Lage ist, sich über die stetige Eigenart seines Wesens selbst Rechenschaft und Urteil zu geben (36, 299. 301). Für jeden Charakter gibt es ein eigenes Ideal, das sich herauszuarbeiten verlangt. Mannigfache anderweitige Aeußerungen bei Goethe deuten auf den gleichen Punkt; so gelegentlich der Hinweis auf die Hartnäckigkeit des Individuums, vermöge deren der Mensch abschüttelt, was ihm nicht gemäß ist. „Charakter im Großen und Kleinen ist, daß der Mensch demjenigen eine stete Folge gibt, dessen er sich fähig fühlt" (19, 124). Desgleichen die Mahnung: „Ursprünglich eigenen Sinn laß dir nicht rauben". Das in dieser Eigenheit der Individuen liegende „Dämonische" bildet als Faktor im Weltgeschehen sogar (nach einer Aeußerung zu Riemer) eine Art Gegenpol zu der allgemein übergreifenden moralischen Weltordnung, eine ihr „wo nicht entgegengesetzte, doch sie durchkreuzende Macht, so daß man die eine für den Zettel, die andere für den Einschlag könne gelten lassen" (R I, 111). Diese letzten Worte sind wieder bedeutsam als Hinweist darauf, daß Goethe neben der moralischen Weltordnung auch die Eigenart und, wenn man will, Störrigkeit des individuellen Charakters als ein berechtigtes Moment im Weltgeschehen betrachtet. Er hat allezeit den Standpunkt vertreten, daß man es verstehen oder lernen müsse, einen großen Charakter in seiner Selbstbehauptung und seinem persönlichen Selbstgenuß gelten zu lassen, auch gegenüber demjenigen, was für den Durchschnittsmenschen unverbrüchliches Gesetz ist. Das „Titanische" insbesondere war ihm in alle Wege sympathisch. Er bewundert und verteidigt es an Persönlichkeiten, wie Napoleon und Lord Byron und bringt damit noch im Alter die Gesinnung zur Geltung, der er ehemals poetischen Ausdruck gegeben hatte in der Figur seines Prometheus und dessen Stellung gegenüber den olympischen Göttern, den Vertretern der gemeingültigen Weltordnung. Im Lichte dieser Anschauung stehen Aeußerungen, wie die in der Pandora: „Des tät'gen Mann's Behagen sei Parteilichkeit"; oder anscheinend noch schroffere über das Gewissen, wie die zu dem Kanzler von Müller (1824): „Muß man denn gerade ein Gewissen haben?" oder in den Sprüchen (19, 45): „Der Handelnde ist immer gewissenlos; es hat niemand Gewissen, als der Betrachtende". Bei alledem besteht keine Veranlassung, Goethe etwa, im Hinblick auf modernste Ideen, zum Ahnherrn der Lehre vom „Uebermenschen" zu machen. Schon von anderer Seite  ist in Bezug hierauf auf eine Strophe der „Zueignung" hingewiesen worden:

„Kaum bist du sicher von dem gröbsten Trug,
Kaum bist du Herr vom ersten Kinderwillen,
So glaubst du dich schon Uebermensch genug,
Versäumst die Pflicht des Mannes zu erfüllen!
Wie viel bist du von andern unterschieden?
Erkenne dich, leb' mit der Welt in Frieden!"

Neben dem Individualistischen bleibt für Goethe die moralische Weltordnung dasjenige, unter dessen berechtigter Mit- und Gegenwirkung auch die Größten der Sterblichen ihren Charakter zur Geltung bringen.

„Groß beginnet ihr Titanen; aber leiten
Zu dem ewig Guten, ewig Schönen,
Ist der Götter Werk; Die laßt gewähren" (10, 382).

Den ergänzenden Abschluß dieser Gedanken gibt der bedeutungsvolle Hinweis auf den Wert der Selbstüberwindung gegenüber der bloßen Gehobenheit durch Naturanlage, wie er in einer mit Recht viel beachteten Strophe der „Geheimnisse" zum Ausdruck kommt.

Wie schon hieraus sich ergibt, ist Goethe weit entfernt, den Charakter als etwas Starres aufzufassen. Wie für ihn schließlich alles in der Welt Bildsamkeit besitzt, so auch die Persönlichkeit. An den Dingen, wie die Einleitung zur Morphologie (33, 5) ausführt, wird der Mensch die Mann nigfaltigkeit des Seins und Werdens gewahr, an sich selbst aber die Möglichkeit einer unendlichen Ausbildung; wir fühlen uns gemahnt, uns so beweglich und bildsam zu erhalten nach dem Beispiel, mit dem die Natur uns vorgeht. Ein Werdender wird immer dankbar sein". Das Werden, das in der äußeren Welt als allgegenwärtige Tatsache sich darstellt, tritt in und für die Persönlichkeit als Forderung auf: das Naturding wird, der Mensch soll werden. Das Wesen und die Aufgabe dieser Bildsamkeit wird verschiedentlich durch vereinzelte, aber zusammenstimmende Gedanken erläutert. Der Mensch ist nicht eher glücklich, als bis sein unbedingtes Streben sich selbst eine Begrenzung bestimmt", — ein Satz aus dem Wilhelm Meister (17, 518), den man als Motto auch dem Faust voranstellen könnte. „Was uns irgend Großes, Schönes, Bedeutendes begegnet, muß nicht erst von außen her wieder erinnert, gleichsam erjagt werden. Es muß sich vielmehr gleich von Anfang her in unser Inneres ,verweben, mit ihm eins werden, ein neues, besseres Ich in uns erzeugen und so ewig bildend in uns fortleben und ^schaffen". „Derjenige, dessen Geist nach einer moralischen Kultur strebt, hat alle Ursache, seine feinere Sinnlichkeit zugleich mit auszubilden, damit er nicht in Gefahr komme, ,von seiner moralischen Höhe herabzugleiten, indem er sich den Lockungen einer regellosen Phantasie übergibt ,und in den Fall kommt, seine edlere Natur durch Vergnügen ,an geschmacklosen Tändeleien, wo nicht an etwas Schlimmerem herabzuwürdigen". Die Erziehung soll darauf bedacht sein, den wirklichen Anlagen eines jeden aufzuhelfen und sich hüten, das Streben auf Gegenstände abzulenken, die mit seiner Natur nicht übereinstimmen.« „Ein Kind, ein junger Mensch, die auf ihrem eigenen Wege irre gehen, sind mir lieber, als manche, die auf fremdem Wege recht wandeln. Finden jene, entweder durch sich' selbst oder durch Anleitung, den rechten Weg, das ist den, der ihrer Natur gemäß ist, so werden sie ihn nie verlassen, anstatt daß diese jeden Augenblick in Gefahr sind, ein fremdes Joch abzuschütteln und sich einer unbedingten Freiheit zu übergeben" (17, 385. 488). „Ein guter Mensch in seinem dunkeln Drange ist sich des rechten Weges wohl bewußt". Nur einer so bestimmten und gelenkten Bildsamkeit kann es beschieden sein, das Normative und Allgemein-Menschliche d. h. Sittliche in sich herauszugestalten. 

Der Charakter ferner einer Individualität und das Ergebnis der ihr zuteil gewordenen Bildung kennzeichnet sich, nach Goethe, in der Beschaffenheit des Gemütes und des Herzens. Nicht im Intellektuellen sondern in diesem Punkte liegt für ihn das Unterscheidende und zugleich das Wertvolle der einzelnen Persönlichkeit. Und an diesem Prüfstein bewährt sich nicht jeder Beliebige als eine Individualität im vollen Sinne des Wortes, und je weniger er es ist, um so niedriger steht zugleich sein Wert als persönlicher Charakter. Das Licht des Verstandes läßt sich erwerben,
nicht aber die Fülle des Herzens. „Unter allen Besitzungen auf Erden ist ein eigen Herz die kostbarste, und unter lausenden haben sie kaum zween" (29, 19).

5. Den eben entwickelten Ansichten Goethes über Wesen und Bedeutung des Charakters entspricht unmittelbar, was er hinsichtlich der Stellung des Einzelnen zu fremden Individualitäten und Persönlichkeiten verlangt.

„Volk und Knecht und Ueberwinder,
Sie gestehn zu jeder Zeit:
Höchstes Glück der Erdenkinder
Sei nur die Persönlichkeit" (4, 139.)

Man soll eine solche zunächst gewähren und sich gefallen lassen, ihre Neigungen mit Wohlwollen aufnehmen und wenn möglich immer zum Besten kehren. Jedes Individuum hat vermöge seiner Neigungen ein Recht zu Ansichten, die es als Individuum nicht aufheben. In erhöhtem Maße gilt dies angesichts der großartigen und bedeutenden Persönlichkeiten, auch da, wo ihr Charakter entsprechende Härten und Kanten zeigt; wie in den Parabeln von der Ceder (3, 213) diese den Tannen antwortet, die ihr das rücksichtslose Emporwachsen als Hochmut auslegen: „Rechtet mit dem, der mich wachsen hieß!" Die gedankliche Ausführung hierzu gibt eine Stelle in den Wahlverwandtschaften: „Wir betrachten mit Ehrfurcht ein Gemüt, in welchem die Saat eines großen Schicksals ausgesäet worden, das die Entwickelung dieser Empfängnis abwarten muß, und weder das Gute noch das Böse, weder das Glückliche noch das Unglückliche, was daraus entspringen soll, beschleunigen darf und kann" (15, 141). Eine fremde Individualität soll man daher nicht rauben oder verderben wollen. Es ist nicht bloß unklug, weil unmöglich, sondern auch unsittlich, denn sie ist als solche als Geschenk der Natur und Gottes berechtigt.

„Jedes Leben sei zu führen, 
Wenn man sich nicht selbst vermißt; 
Alles könne man verlieren, 
Wenn man bliebe, was man ist" (4, 139). 

Und dies gilt, wie beim Einzelnen, so auch bei Volksindividualitäten. König Philipps Versündigung an den Niederländern zeichnet Egmont mit den Worten: „So hat er denn beschlossen, was kein Fürst beschließen sollte. Die Kraft seines Volks, ihr Gemüt, den Begriff, den sie von sich selbst haben, will er schwächen, niederdrücken, zerstören, um sie bequem regieren zu können. Er will den inneren Kern ihrer Eigenheit verderben" (7, 73). 

In dieser Art der Berechtigung liegt nun aber andererseits wiederum nicht ein Recht auf eigenmächtige Isolierung der Individualitäten. Sie sind vielmehr für die Zwecke des Lebens und damit des Sittlichen auf Vereinigung angewiesen. In diesem Sinne ist die vernünftige Welt sogar „als ein großes unsterbliches Individuum zu betrachten, welches unaufhaltsam das Notwendige bewirkt und dadurch sich sogar über das Zufällige zum Herrn erhebt" . Und in dieser Einordnung in die sittliche Gemeinschaft des Ganzen bleibt die Individualität, unbeschadet der Berechtigung ihrer Selbständigkeit, für alles, was aus ihrem Wollen und Handeln folgt, der objektiven sittlichen Weltordnung und dem subjektiven Organ derselben, dem Gewissen, verantwortlich. Wir treffen hier auf die ethische Ergänzung und Ausführung dessen, was wir über Goethes Stellung zum Schuldbewußtsein des Menschen bei Betrachtung seiner religiösen Ansichten fanden. Der Einzelne, der verlangen darf, daß die Anderen die Eigenart seiner Persönlichkeit als etwas Berechtigtes gelten lassen und demgemäß behandeln, soll andererseits angesichts seiner selbst die Klarheit und den Mut des Urteils besitzen, demzufolge er das, was in seinem Sein und Handeln dem Inhalte des sittlichen Bewußtseins nicht gemäß ist, sich ohne Selbsttäuschung als Schuld anrechnet. Und dies soll er auch da, wo er sich sagen muß oder darf, daß die derartige Handlung angesichts der Wirkung einerseits seines Charakters, andererseits der äußeren Umstände im gegebenen Falle für ihn unausweichlich war. Wir schauen von hier aus auf die tragische Seite im Wesen des Charakters, wie sie sich am Ergreifendsten im Wilhelm Meister im Gesänge des Harfners zum Ausdruck bringt: im Bewußtsein schwerer eigener Verschuldung kann er nicht umhin, die himmlischen Mächte anzuklagen, die den Menschen, den sie ins Leben hineinführten, schuldig werden und dann der Pein anheimfallen lassen; „denn alle Schuld rächt sich auf Erden". Jede Art von Schuld entspringt aus der Eigenart der Individualität und ist in diesem Sinne notwendig; der so schuldig gewordene Einzelne aber hat dann die Gegenwirkung der moralischen Weltordnung zu tragen Das Vorzüglichste, was der Mensch besitzt, das eigene Herz, ist daher zugleich sein Verhängnis. Denn gerade je edler und größer er im Kern seines Wesens ist, das dabei doch immer menschliches Wesen bleibt, umsomehr wird er bereit sein, nicht nur das Gute und Schöne, sondern auch das Fehlbare desselben und seine Folgen als sein Werk anzusehen und sich in Rücksicht darauf unter die Herrschaft der sittlichen Vergeltung zu stellen. Unter Goethes Dichtungen sind es die Wahlverwandtschaften, worin das hier bezeichnete Problem vom Verhältnis der Schuld zur Individualität mit besonderem Ernst und poetischer Vertiefung zur Durchführung gekommen ist. Man fand an dem Werke vielfach bedenklich, daß es darauf ausgehe, in den der moralischen Beurteilung unterliegenden Handlungen, insbesondere in Bezug auf das Institut der Ehe, die unausweichlichen Ergebnisse individueller Potenzen aufzuzeigen, sie als die Wirkungen psychologischer und physiologischer Motive darzustellen, — eine Anschauungsweise, die geeignet sei, das Bewußtsein der sittlichen Verantwortlichkeit zu verdunkeln. Aber der Hinweis auf jene Tatsache ist für den Dichter nicht der Endzweck seiner Darstellung, sondern nur der Ausgangspunkt für das, was er in Wahrheit dazu zu sagen hat. Und dieses Letztere beruht auf einer Verknüpfung seiner auf Natur und Moral bezüglichen Weltanschaung mit den intimeren Inhalten seines religiösen Bewußtseins, wie sie sich von dem eben bezeichneten Verhältnis von Schuld und Individualität von selbst nahe legen. Der Gang der Handlung in dem Roman bringt zur Einsicht, daß der Mensch zur sittlichen Verschuldung nicht lediglich von der äußeren, sondern wesentlich von der inneren Natur her gelangt, daß aber hierin kein Grund liegt, es mit dem Bewußtsein dieser Verschuldung leicht zu nehmen. Er gibt in der Wendung, welche schließlich in dem Verhalten Ottiliens eintritt, den Beweis und zugleich den Trost, daß selbst gegenüber dem Schicksal, welches in die Schuld hineinführt, im Gewissen des Menschen Kräfte walten, die das unheilvolle Netz selbst mit dem Einsatz des eigenen Lebens zu zerreißen imstande sind, und er zeigt weiter namentlich auch am Charakter und der Handlungsweise Charlottens, wie das zugleich hoheitvolle und demütige Ausharren im Pflichtbewußtsein auch dem individuellen „Dämon" gegenüber sich durchzuhalten versteht.

Für die Erkenntnis von Goethes Wesen selbst sind die Wahlverwandtschaften deshalb so bedeutsam, weil sie, deutlicher vielleicht als jedes andere Goethesche Werk, auch seine Stellung zu der Frage vom Werte des Lebens beleuchten. Es ist ein tragischer Grundton, der hier durch die Tiefen des persönlich-sittlichen Lebens anklingt; das alte Problem von Natur und Freiheit wird in konkreter Anschaulichkeit vor Augen gestellt, und die Position des Menschen in der Mitte zwischen individueller innerer Nötigung) von der einen, und den Impulsen des sittlichen Bewußtseins von der anderen Seite erscheint umso schwieriger, von je kräftigerer und edlerer Art sein Eigenwesen ist. Und doch wird an der Möglichkeit des Sieges für den sittlichen Charakter auf keinem Punkte gezweifelt, und wenn nicht verhehlt wird, daß er unter Umständen mit dem kostbarsten Gute des Daseins erkauft werden muß, so erscheint die Fähigkeit, ihn zu erringen, nur in um so hellerem Lichte. Es tritt bei Goethe hier wieder hervor, daß der optimistische Grundzug seines Wesens ihm auch zu demjenigen gehörte, was er „erwarb, um es zu besitzen", — in dem anhaltenden Bemühen nämlich, auch die schweren Probleme des Lebens theoretisch und praktisch im vollen Ernst zu nehmen und ihn auch angesichts ihrer zu behaupten.

6. Im Lichte der hierdurch bezeichneten Anschauung steht nun weiter alles dasjenige, was sich bei Goethe an Ansichten und Aeußerungen zu der Frage vom Wesen der menschlichen Freiheit findet. Die hierauf bezügliche Ueberzeugung hat sich ihm ebenfalls, ohne von vornherein durch irgend ein überkommenes Prinzip u. dgl. bestimmt zu sein, aus den Wirkungen eigener und fremder Lebenserfahrung an der Hand seines gegenständlichen Denkens herausgestaltet und fortgebildet. Das Entscheidende im Wesen des Menschen, sein inneres Schicksal, erblickt er darin, daß und inwieweit es demselben gelingt, sich von der Individualität, die er mitbringt, zur Persönlichkeit zu erheben. Gelingen kann ihm dies nur vermittelst eines durch alles Entschließen und Handeln hindurchgehenden Willens, aus sich selbst ein positives Etwas, eine Persönlichkeit in eigener Tätigkeit zu machen. Der Vorzug freilich einer solchen Fähigkeit ist, nach Maßgabe des mitgebrachten Charakters,

in verschiedenen Individualitaten dem Maße nach sehr verschieden. Es gehört dazu

„Ein edles Herz, vom Wege der Natur
Durch enges Schicksal abgeleitet,
Das ahnungsvoll, nun auf der rechten Spur
Bald mit sich selbst und bald mit Zauberschatten streitet,
Und was ihm das Geschick durch die Geburt geschenkt,
Mit Müh' und Schweiß erst zu erringen denkt" (1, 111).

Und doch ist hierbei das eigene Wollen auch nicht allein das Ausschlaggebende: ob und wie weit es gelingt, hängt wieder selbst zusammen einerseits mit der angestammten Beschaffenheit der Individualität und andererseits mit den Einwirkungen, die teils zufällig, teils, in der Erziehung, planmäßig auf jene wirken.

„So sind wir scheinfrei denn nach manchen Jahren,
Nur enger dran, als wir am Anfang waren('' (2, 245).

Jeder, der über sein eigenes Selbst und dessen Entwickelung nachdenkt, findet sich als das Produkt von Eigenwesen und äußeren Umständen. Dessen ungeachtet kann er, wenn er überhaupt auf sittliches Bewußtsein und eine berechtigte Stellung innerhalb der sittlichen Gesellschaft Anspruch macht, nicht umhin, die Inhalte seines Wollens und ihre im Handeln heraustretenden Wirkungen als seine eigenen, auf Freiheit beruhenden Taten zu beurteilen und sich selbst demnach als dafür verantwortlich zu betrachten. Das eigentliche Problem des Lebens liegt daher für Goethe nicht etwa in der Frage nach dem metaphysischen Grunde des Lebensprozesses, sondern in der von dem Verhältnis, worin in seinem Verlauf Freiheit und Notwendigkeit zu der Herausbildung des persönlichen Wesens zusammenwirken, und wie demgemäß der moralische Charakter angesichts der durchgehenden Bedingtheit unserer Entwickelung in der Lage ist, seine Selbständigkeit und seinen Eigenwert zu behaupten.

Die Frage vom Wesen und der Möglichkeit der menschlichen Freiheit gehört bei Goethe zu denjenigen Problemen, deren Beachtung und Bewältigung sich durch alle Stadien seines Lebens hindurchzieht. Das Wesentliche aber seiner Antwort hat sich schon frühzeitig bei ihm herausgebildet und ist in späteren Werken nur mehr vertieft worden. Es steht in unmittelbarer Beziehung zu dem, was wir soeben als seine Ansicht über das Verhältnis von Individualität und Persönlichkeit kennen lernten. In der Individualität ist die Anlage zur Freiheit, die aber erst wirklich wird mit der Herausbildung zur Persönlichkeit. Sie ist vorhanden gegenüber den Wirkungen, die aus dem Zusammenhang des großen Ganzen kommen, in das der Einzelne sich hineingestellt findet. Er besitzt die Freiheit von Haus aus als p ,die Möglichkeit, unter allen Bedingungen das Vernünftige zu tun" (G 6, 146). Die ausgeführteste Betrachtung zu dieser (1827 geäußerten) Ansicht hat Goethe schon in einer Rezension in den Frankfurter gelehrten Anzeigen (1773) gegeben. Im Weltsystem liegen tausend kleine Gelegenheitsursachen: „alle wirken: ohne alle kann die Veränderung nicht stattfinden; das weiß ich oder glaub' ich vielmehr; aber alle sind wieder unnütz ohne meine Wirkung". Jeder Einzelne ist „durch die ihm wesentliche Bestimmung, nach seinem eigenen Selbstgenuß zu wirken, immer insofern Herr seines Schicksals". Freiheit ist daher „ein relativer, eigentlich gar ein! negativer Begriff, muß es auch sein; denn ohne Bestimmung, folglich ohne Zwang, ist nichts möglich, nichts gedenkbar". Wenn ihr streiten müßt, ob ihr im Käfig seid oder nicht, so ist's so gut, als wäret ihr nicht darinnen" (219, 74 f.). Die Freiheit selbst ist nicht möglich ohne die Beschränkung, wodurch der Mensch sich von allen Seiten bedingt findet; sie bewährt und bekundet sich gerade in der Gegenwirkung gegen diese, und zwar eben an der Hand des eigenen inneren Wesens und diesem gemäß. „Die Hoffnung, immer vernünftiger zu werden, uns von den äußeren Dingen, ja von uns selbst immer unabhängiger zu machen, konnten wir nicht aufgeben. Das Wort Freiheit klingt so schön, daß man es nicht entbehren könnte, und wenn es einen Irrtum bezeichnete" (22, 43). Das Letztere ist nun aber eben keineswegs der Fall. Denn „alles außer uns ist nur Element, ja . . . auch alles an uns; aber tief in uns liegt diese schöpferische Kraft, die zu erschaffen vermag, was sein soll, und uns nicht ruhen und rasten läßt, bis wir es außer uns oder an uns, auf eine oder die andere Weise, dargestellt haben" (17, 382). „Das Was liegt in uns, das Wie hängt selten von uns ab" (22, 32), oder, wie in den Wahlverwandtschaften Charlotte in einem verhängnisvollen Moment es ausspricht: Daß ein Augenblick in unserem Leben Epoche macht, können wir nicht verhindern, aber daß sie unser wert sei, hängt von uns ab (15, 98). Das erhebendste, und zwar tragische Beispiel dazu gibt im Faust das Verhalten Gretchens im Gefängnis. In die Liebe und die Sünde haben die Verkettungen der Dinge sie hineingetrieben; der Entschluß aber, wodurch sie nicht bloß scheinbar sondern wirklich gerettet wird, ihr ferneres Schicksal dem Gericht Gottes anheimzugeben, kommt aus der persönlichsten Tiefe ihrer edlen Natur. 

Man könnte geneigt sein, in dieser Ansicht Goethes vom" Wesen der Freiheit auch eine von den Ausdeutungen zu erblicken, vermittelst deren er sich die Lehre Spinozas in einer Weise zurechtlegte. Spinoza vertritt zwar in dieser Frage den Standpunkt des Determinismus; er erklärt den (Willen in jeder Richtung durch die gegebenen Verhältnisse und daraus entspringenden Motive bedingt und die Willensfreiheit für eine Illusion, die aus der oft vorhandenen Unbewußtheit dieses Sachverhalts entspringt. Immerhin hat Von dem Grundgedanken seines Systems her unter den wirkenden Ursachen auch die Eigenart der Individualität, die neben und gegenüber den äußeren Einflüssen sich betätigt, ihre Stelle. Außerdem bestimmt und behauptet er ausdrücklich die sittliche Freiheit als Zustand der Persönlichkeit, der erreicht wird durch vernünftige Einsicht in den Zusammenhang der Dinge und insbesondere in das Wesen der Affekte und die hierdurch ermöglichte Selbstbehauptung des vernünftigen Denkens gegen deren Herrschaft. Aber jene grundlegenden Gedanken Goethes, die dann in den Dichtungen immer wieder durchscheinen, liegen vor seiner eingehenderen Bekanntschaft mit der Ethik Spinozas. Sie stehen auch, näher betrachtet, im Gegensatz zu dessen Determinismus. Goethe setzt als frei von äußerer Bedingtheit im Menschen das Vermögen, sich jeweilen auf das zu besinnen, was der Situation gegenüber für ihn das Vernünftig Sittliche ist, und dieses dann nach Maßgabe der vorliegenden Umstände zu verwirklichen. Jene Besinnung gibt das Was, das „in uns liegt", diese Maßgabe dagegen das Wie, das „selten von uns abhängt. Die ganze Ansicht ist auf Goethes eigenem Boden gewachsen. Sie ist das Ergebnis seines anschauenden Denkens in Bezug auf die Art, wie seine eigene Persönlichkeit sich von außen bestimmt und motiviert und zugleich von innen her, den äußeren Einflüssen und Motivationen gegenüber, als etwas Eigenartiges gegenwirkend findet. Was (unbeschadet ihrer Selbständigkeit) ihre sachliche Verwandtschaft mit neueren Lehren betrifft, so könnte man hierzu an Kants Lehre vom intelligiblen Charakter denken, welcher in der Abfolge der durch äußere Einflüsse und Motive bedingten Handlungen doch sein inneres (überempirisches) Wesen behauptet. Näher aber liegt die Vergleichung mit der Art, wie diese Kants  Grundansicht in Schopenhauers Lehre vom Verhältnis des Willens zu den Motiven sich gestaltet hat. Das Wesen jeder Individualität ist, dieser zufolge, ein stetiger Grundwille, welcher die durchgreifende allgemeine Beschaffenheit und Qualität ihres einzelwollens und Handelns zum voraus bedingt, und für den die aus der Umgebung kommenden Motive nur die Gelegenheitsursachen ausmachen, in verschiedenartigen Handlungen doch immer dieses gleichbleibende Wesen und Streben hervortreten zu lassen; so wie etwa das Wasser seine physikalische und chemische Natur immer als dieselbe zur Wirkung bringt, gleichviel ob es den äußeren Eingrenzungen gemäß als stiller See oder als rauschender, unter Umständen verheerender Strom, ob es als Mühlbach oder als Kaskade sich darstellt. Während aber mit dieser Ueberzeugung für Schopenhauer die Frage im Wesentlichen erledigt ist, ist sie für Goethe nur die Unterlage für eine der Erfahrung noch näher kommende Erwägung. Denn während jener den Grundwillen als etwas im strengen Sinne Unveränderliches betrachtet, kommt bei diesem, wie seine Ansicht von dem Verhältnis der Individualität zur Persönlichkeit zeigt, gerade hier die Lehre von der Bildsamkeit alles Wesenhaften zu bedeutsamer Anwendung; der mitgebrachte Grund und Kern der Individualität wird als ein unter Wirkung der äußeren Verhältnisse von innen her Entwicklungsfähiges angesehen. Und den Gipfelpunkt dieser persönlichen Entwickelung bildet die selbständige Unterstellung des eigenen Ich unter den Inhalt des Sittengesetzes, das als Norm für das Allgemein-Menschliche und damit insbesondere für das Gemeinschaftswesen von ihm theoretisch und praktisch anerkannt zu werden berufen ist. In der Möglichkeit dieser Anerkennung und Unterstellung hegt für Goethe zugleich die Wahrheit der Ansicht von der dem Menschen eignenden Wahlfreiheit: er besitzt sie angesichts des seiner Aneignung sich darbietenden Edeln und Guten, und in diesem Sinne als eine Kraft, vermöge deren er sich über die absolute Naturbedingtheit, unter der alles neben und außer ihm beschlossen liegt, hinaushebt,, Einbegriffen in dieses Vermögen ist auch die schon vorhin (S. 177) betrachtete Fähigkeit, auch die aus dem Wesen der eigenen Individualität hervorgehenden Verschuldungen sich selbst zuzurechnen und ihre Folgen auf sich zu nehmen. „Nur allein der Mensch vermag das Unmögliche: er unterscheidet, wählet und richtet" (1, 167). Und erst indem er vermittelst dieser formalen Fähigkeit jene Anerkennung des materialen Inhalts des Sittlichen vollzieht, wird die von Natur mitgebrachte individuelle Eigenart, die hinsichtlich ihrer Aeußerungen von den zufälligen Einwirkungen äußerer Umstände abhing, zur wirklichen Freiheit und Selbständigkeit als dauernder persönlicher Zustand fortgebildet.

„Wirst keine Regel da vermissen;
Denn das selbständige Gewissen Ist
Sonne deinem Sittentag" (3, 192). "

Aber frei in diesem Sinne wird der Mensch nur durch solche Unterwerfung. Erst in dieser Wandlung gestaltet er das Leben in sich und um sich her zu einem fruchtbringenden Wesen und Wirken vermittelst einer stetigen Willensrichtung, die ihm nicht von außen aufgeprägt ist, sondern vom Kern seiner Persönlichkeit her sich bekundet. Im Sinne dieser Anschauung sagt Goethe vom Gewissen, es bedürfe keines Ahnherrn; mit ihm ist alles gegeben; es hat es nur mit der inneren eigenen Welt zu tun" (19, 169). Der Mensch, wo er bedeutend auftritt, verhält sich gesetzgebend, vorerst im Sittlichen durch Anerkennung der Pflicht" (34, 103). Und hiermit erst wird er aus einem bloßen Individuum zu einer Persönlichkeit. Je eher er sich in diesen Gehorsam begibt, um so leichter wird ihm die Behauptung des hohen Gutes der inneren Freiheit. Denn die Pflicht wird da geübt, ,,wo man liebt, was man sich selbst befiehlt". Hierzu stimmt, was einer von den Sprüchen sagt: „Es darf sich einer nur für frei erklären, so fühlt er sich den Augenblick als bedingt. Wagt er es, sich für bedingt zu erklären, so fühlt er sich frei" (19, 87). Wie dies gemeint ist, zeigt am besten der Ausspruch Iphigeniens: „Und folgsam fühlt' ich immer meine Seele am schönsten frei". In dem hier bezeichneten Punkte liegt dasjenige Moment, worauf es für das Leben, sofern es des sittlichen Charakters teilhaftig werden soll, überall ankommt: „durch freien Entschluß die Freiheit aufzugeben" (2, 244), sich mit persönlicher Zustimmung in das Notwendige zu fügen, sofern dies den Umständen gemäß sich der Vernunft und dem sittlichen Bewußtsein als das Normale darstellt. „Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht" (3, 259). „Versuche, deine Pflicht zu tun, und du weißt gleich, was an dir ist" (19, 20). „Die Gleichheit will ich in der Gesellschaft finden; die Freiheit, nämlich die sittliche, daß ich mich subordinieren mag, bringe ich mit" (JB XXII, 17).



Epigramme, Sprüche, Xenien usw.

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