> Gedichte und Zitate für alle: J.W.v.Goethe: Aus dem Nachlass: Skizziertes, Zweifelhaftes, Unvollständiges (18)

2019-11-28

J.W.v.Goethe: Aus dem Nachlass: Skizziertes, Zweifelhaftes, Unvollständiges (18)





Skizziertes, Zweifelhaftes, Unvollständiges


Religion: Alte;
Poesie: Religion der Jugend.


Die Natur ist immer Jehovah.


Was sie ist, was sie war, und was sie sein wird.


Daß Christus auf eine Hamletische Weise zugrunde ging, und schlimmer, weil er Menschen um sich berief, die er fallenließ, da Hamlet bloß als Individuum perierte.


Anthropomorphism,
Erotomorphism.


Daß er alles, was auch vorgeht, in sittlich-sinnlich Gefühl auflöst und verwandelt.


Reine Naturgesinnung in fremdem Zustande.


Je reiner die Gesinnung, desto weniger Bedürfnis des Zustandes.


Je komplizierter, interessanter für sich selbst der Zustand ist, so gibt er unsern Gesinnungen das Gesetz.


Der grenzenlose Verstand, dem jeder Verstand zusagt, dem die Vernunft nichts anhaben kann, wenn auch das Gefühl nicht immer beistimmt.


Stetigkeit
(als) mit (und doch)
Gegensatz.


Es ist nicht wahr, daß das Leben ein Traum sei; nur dem scheint es so, der


auf eine alberne Weise ruhet,
auf die ungeschickteste Weise verletzt.


Man hat den Epikur, der ein armer Hund war wie ich, sehr mißverstanden, wenn er das Höchste in die Schmerzlosigkeit legte.


Besonderes Vergnügen, sich mit Personen, die man liebt, über Dinge zu erklären und weitläufig zu sein, Empfinden rege zu machen, wenn man gleich weiß, daß, was man sagt, nicht wahr ist.


 Die Menschen wundern sich, daß ich es besser weiß wie sie, und es ist kein Wunder: sie halten sehr oft für falsch, was ich denke.


Man muß nicht fürchten, überstimmt zu werden, wenn uns widersprochen wird.


Menschen, die ihre Kenntnisse an die Stelle der Einsicht setzen. (Junge Leute.)


Das Falsche (der Irrtum) ist meistens der Schwäche bequemer.


Wenn sie wüßten, wo das liegt, was sie suchen, so suchten sie ja nicht.


Die Güte des Herzens nimmt einen weiteren Raum ein als der Gerechtigkeit geräumiges Feld.


Je uneigennütziger der Mensch ist, desto mehr ist der... unterworfen den Eigennützigen.


Das, was man für sie tut, ist nicht genug, das, was man für sie getan hat, ist nichts: die ganze Existenz, die man ihnen geschaffen hat, nehmen sie von Gottes Gnaden, und so ist man, als wenn man nicht wäre, nicht gewesen wäre.


In weltlichen Dingen sind nur zu betrachten die Mittel und der Gebrauch.


Rasches Vorschreiten zum Zweck, ohne die Mittel zu bedenken.


Als wenn man, um dem Sohn, der in der Wiege liegt, beizeiten Vorteil zu bringen, den Vater totschlagen wollte.


Gedankenlosigkeit, die uns den Wert des Augenblicks verkennen läßt.


Charakter, der, dargestellt, kein Bild, pragmatisiert, kein Resultat gibt.


Drei Dinge werden nicht eher erkannt als zu gewisser Zeit:


ein Held im Kriege,
ein weiser Mann im Zorn,
ein Freund in der Not.

Drei Klassen von Narren:

die Männer aus Hochmut,
die Mädchen aus Liebe,
die Frauen aus Eifersucht.


Toll ist:

wer Toren belehrt,
Weisen widerredet,
von hohlen Reden bewegt wird,
Huren glaubt,

Geheimnisse Unsichern vertraut.

Wer muß Langmut üben?
Der große Tat vorhat,
bergan steigt,
Fische speist.


Jüdisches Wesen:

Energie der Grund von allem.
Unmittelbare Zwecke.


Keiner, auch nur der kleinste, geringste Jude, der nicht entschiedenes Bestreben verriete, und zwar ein irdisches, zeitliches, augenblickliches.


Judensprache hat etwas Pathetisches.


  Ein Deutscher war schon absurd, solang er hoffte; da er nun überwunden war, so war gar nicht mehr mit ihm zu leben.


Vorschlag zu einem polemischen Purism in Schulen.


Stoffartige Hülfe, die sich die Poesie der letzten Zeit gibt durch bedeutende Motive, Religion und Ritterwesen.


Beispiele, wie sich die Menschen über das Unerwartete, ja Unerträgliche durch poetische Formen begütigen:


empirisch erscheinende absolute Gewalt

»Oberon«, »Blaubart«.


Identität rasenden Enthusiasmus' und unbarmherziger Kritik schwer in sich zu erzielen.


Wirkung namhafter, gründlich arbeitender Autoren. Gegenwirkung journalistisch anonymer.


Ein geistreicher Humorist als quasi Poet, der, der Fülle seines Wissens und Empfindens gedenkend, sich in Tropen auszusprechen genötigt fühlt.


Trübe Stellen, wo die Intention des Dichters uns nicht klar entgegentritt, die man sich, weil man ihn liebt, erst auslegt und auf die man zurückkehrend immer eine gewisse Unbehaglichkeit empfindet.


Es kommt mir wunderbar vor, eine so tragische Schuld zu sehen, daß eine Tragödie gar nicht darauf zu folgen brauchte.


Abstumpfen des Geistes durchs Geistreiche.


Englische Stücke.
Das Verruchte des Stoffs,
das Absurde der Form,
verwerfliche Handlungen.
Vermaledeites englisches Theater!


Hersilie sagte von der Pilgernden Törin: »Wenn ich närrisch werden möchte, wie mir manchmal die Lust ankommt, so wäre es auf diese Weise.«


Das Erhabene, für uns Übererhabene, höchst Verehrungswerte, doch, genau besehen, mit einem absurden, ja infamen Empirischen Verbundene macht uns stutzig, und man entschließt sich schwer.


Es ist etwas unbekanntes Gesetzliches im Objekt, welches dem unbekannten Gesetzlichen im Subjekt entspricht.


Zum Schönen wird erfordert ein Gesetz, das in die Erscheinung tritt.


Beispiel von der Rose.


In den Blüten tritt das vegetabilische Gesetz in seine höchste Erscheinung, und die Rose wäre nun wieder der Gipfel dieser Erscheinung.

Perikarpien können noch schön sein.


Die Frucht kann nie schön sein; denn da tritt das vegetabilische Gesetz in sich (ins bloße Gesetz) zurück.


Das Gesetz, das in die Erscheinung tritt, in der größten Freiheit, nach seinen eigensten Bedingungen, bringt das objektiv Schöne hervor, welches freilich würdige Subjekte finden muß, von denen es aufgefaßt wird.


Die Unmöglichkeit, Rechenschaft zu geben von dem Natur- und Kunstschönen; denn
ad 1. müßten wir die Gesetze kennen, nach welchen die allgemeine Natur handeln will und handelt, wenn sie kann, und
ad 2. die Gesetze kennen, nach denen die allgemeine Natur
unter der besondern Form der menschlichen Natur
produktiv handeln will und handelt, wenn sie kann.


Schönheit der Jugend aus obigem abzuleiten.
Alter: stufenweises Zurücktreten aus der Erscheinung.
Inwiefern das Alternde schön genannt werden kann.
Ewige Jugend der griechischen Götter.


Beharren eines jeden im Charakter, bis zum Gipfel des menschlichen Daseins, ohne an die Rückkehr zu denken.


Die Schönheit: jede[?] milde, hohe Übereinstimmung alles dessen, was unmittelbar, ohne Überlegen und Nachdenken zu erfordern, gefällt.


Vollkommne Künstler haben mehr dem Unterricht als der Natur zu danken.


Die höchste Absicht der Kunst ist, menschliche Formen zu zeigen, so sinnlich bedeutend und so schön, als es möglich ist.


Friedrich der Zweite zu Pferd nach Chodowiecki ist, in Zinn gemalt, in Nürnberg zu haben; gewöhnlich führt er die Soldaten der Kinder an und ist auch da noch ehrwürdig.


Ich möchte ihn aber doch auf ähnliche Weise weder in Lebensgröße, noch weniger kolossal mit Augen sehen.



Zeichnet doch euere patriotischen Gegenstände! Einen König, der auf einer Brunnenröhre sitzt und denkt! Ja, wenn ihr seine Gedanken zeichnen könntet!


Ein solcher König hat mit eurer bildenden Kunst [nichts] zu tun; er soll nur im Geist und der Wahrheit verehrt werden.


Zeichnet, stecht in Kupfer, bezahlt, verkauft, belohnt immer in offenbarer Stille, und wenn euch ein tadelnd Wort trifft, so laßt's ja hingehn; aber reizt nur niemanden, diese Armseligkeiten immer lauter und lauter vor den Ohren der Welt auszulachen!


Wenn ihr sagt: »Wir machen's so«, da hat kein Mensch was dagegen; sagt ihr aber: »Ihr sollt's auch so machen, euch nach unserer Beschränkung beschränken«, da kommt ihr um vieles zu spät.


Paris ist offen, Italien wird's auch werden; solange uns der Atem bleibt, werden wir den Künstler in das Weite der Welt und Kunst und in die Beschränktheit seiner selbst weisen.


Beschränkt doch den Künstler nicht durch solche...; fühlt sich doch ohnehin jeder in dem weitesten Welt- und Kunstgenuß beschränkt genug!


Sich in seiner Beschränktheit gefallen ist ein elender Zustand; in Gegenwart des Besten seine Beschränktheit fühlen ist freilich ängstlich, aber diese Angst erhebt.


Bei Betrachtung von Kunstwerken, sowohl dichterischen als bildnerischen, des dritten und vierten Jahrhunderts läßt sich bemerken, wie lange die Künstler noch am alten guten Sinne festgehalten haben, da schon alles um sie her dafür erstorben war. Erklärungsart der Kunstwerke auf diesem Wege. Sie sind keineswegs abstrus, sondern plastisch zu nennen. Siehe das Kapitolinische Basrelief mit dem Prometheus pp.


Das Menschliche, Liebenswürdige, Zarte unter der Form einer imaginierten bildenden Kunst. »Klosterbruder«, »Sternbald«.


Organische Natur: ins Kleinste lebendig; Kunst: ins Kleinste empfunden.


Konflikte

Sprünge der Natur und Kunst.
Eintretender Genius zur rechten Zeit.
Element genugsam vorbereitet.
Nicht roh und starr.
Auch nicht schon verbraucht.
Ebenso mit der Organisation.


Hier springt die Natur auch nur, insofern alles vorbereitet ist, als ein Höheres, in die Wirklichkeit Tretendes zur eminenten Erscheinung gelangen kann.


Daß die Natur, die uns zu schaffen macht, gar keine Natur mehr ist, sondern ein ganz anderes Wesen als dasjenige, womit sich die Griechen beschäftigten.


Die Griechen nannten Entelecheia ein Wesen, das immer in Funktion ist.


Die Griechen, wenn sie beschrieben oder erzählten, sprachen weder von Ursache noch von Resultat, sondern trugen die äußere Erscheinung vor.

Auch in der Naturwissenschaft machten sie keine Versuche wie wir, sondern hielten sich an den einzelnen Erfahrungsfällen.


Die Funktion ist das Dasein, in Tätigkeit gedacht.


Alle Wirksamkeit ist stärker am Mittelpunkt als gegen die Peripherie zu. Raum zwischen Mars und Jupiter.


Urphänomene: ideal, real, symbolisch, identisch.


Empirie: unbegrenzte Vermehrung derselben, Hoffnung der Hülfe daher, Verzweiflung an Vollständigkeit.

Urphänomen


ideal als das letzte Erkennbare,
real als erkannt,
symbolisch, weil es alle Fälle begreift,
identisch mit allen Fällen.

Ersparnis der Erfahrung,
Sündflut der Erfahrung,
Dinge, wovon man nicht reden würde, wenn man wüßte, wovon die Rede ist.
Wie das Unbedingte sich selbst bedingen und so das Bedingte zu seinesgleichen machen kann.


 Daß das Bedingte zugleich unbedingt sei. Welches unbegreiflich ist, ob wir es gleich alle Tage erfahren.


Der Empirismus, zur Unbedingtheit erhöht/erweitert, ist ja Naturphilosophie. Schelling.


   Daß es dem Menschen selten gegeben ist, in dem einzelnen Falle das Gesetz zu erkennen. Und doch, wenn er es immer [?] in tausenden erkennt, muß er es ja wieder in jedem einzelnen finden. Die großen Umwege [?] erspart sich der Geist.


Bei Naturforschung auf Anordnung, auf System auszugehen, hinderlich und förderlich.
Alles, was im Subjekt ist, ist im Objekt und noch etwas mehr.
Alles, was im Objekt ist, ist im Subjekt und noch etwas mehr.
Wir sind auf doppelte Weise verloren oder geborgen:
Gestehen wir dem Objekt sein Mehr zu,
Pochen wir auf unser Subjekt.

Jede [Erscheinung] ist zugänglich wie ein planum inclinatum, das bequem zu ersteigen ist, wenn der hintere Teil des Keiles schroff und unerreichbar dasteht.


Perspektivische Gesetze: die mit so großem Sinn als Richtigkeit die Welt auf das Auge des Menschen und seinen Standpunkt beziehen und dadurch möglich machen, daß jedes sonderbare, verworrne Gedräng von Gegenständen in ein reines, ruhiges Bild verwandelt werden kann.


Alle Verhältnisse der Dinge wahr. Irrtum allein in dem Menschen. An ihm nichts wahr, als daß er irrt, sein Verhältnis zu sich, zu andern, zu den Dingen nicht finden kann.


Wissen: das Bedeutende der Erfahrung, das immer ins Allgemeine hinweist.


Geschichte der Wissenschaft:

Was muß zu allen Zeiten den Menschen von Haus aus interessieren?
Wie hat man nach und nach gesucht, sich davon Rechenschaft zu geben oder sich zu beruhigen?


Geschichte des Wissens:

Was ist dem Menschen nach und nach bekannt geworden?
Wie hat er sich dabei und damit benommen?


Niederträchtigkeit der mittlern Zeit bis ins sechzehnte Jahrhundert, treffliche Menschen wie Aristoteles, Hippokrates durch dumme Märchen lächerlich und verhaßt zu machen.


Unglücklich ist immer derjenige, der sich in Korporationen einläßt. Von Humboldt darf von allem nichts melden, als was in Paris gilt. Was soll denn da aus dem werden, was wir Wissen und Wissenschaft nen nen? In hundert Jahren wird es ganz anders aussehen.


Redensarten, wodurch das, was das Genie in einer Folge und aus einer Folge entdeckt, als etwas Einzelnes und wo nicht Zufälliges, doch Unzusammenhangendes angesprochen wird.


Nicht bloß Barbaren mit Feuer und Schwert, nicht bloß Pfaffenobskurantismus: die Gelehrten selbst sind solche barbarische Obskuranten, die etwas, das pp.


Bei den Kontroversen darauf zu sehen, wer das Punctum saliens getroffen.


Mathematik sich immer mit dem... und Würdigen beschäftigend. Verglichen mit dem Wollen und Dichten.


Mathematik, die auf Konviktion, Überführung ausgeht, weshalb gute Köpfe sich an ihr ärgern.


Man hört, nur die Mathematik sei gewiß; sie ist es nicht mehr als jedes andere Wissen und Tun. Sie ist gewiß, wenn sie sich klüglich nur mit Dingen abgibt, über die man gewiß werden und insofern man darüber gewiß werden kann.


Das ist eben das Hohe der Mathematik, daß ihre Methode gleich zeigt, wo ein Anstoß ist. Fanden sie doch dem Gang der himmlischen Körper nicht ihre Rechnungen gemäß und wendeten sich daher auf die Annahme [?] der Störungen, und diese Störungen noch immer zu viel oder zu wenig.


In diesem Sinne kann man die Mathematik als die höchste und sicherste Wissenschaft ansprechen.


Aber wahr kann sie nichts machen, als was wahr ist.


Was hat denn der Mathematiker für ein Verhältnis zum Gewissen, was doch das höchste, das würdigste Erbteil der Menschen ist, eine inkommensurable, bis ins feinste wirkende, sich selber spaltende und wieder verbindende Tätigkeit? Und Gewissen ist's vom Höchsten bis ins Geringste. Gewissen ist's, wer das kleinste Gedicht gut und vortrefflich macht.


 Wenn diese Hoffnungen sich verwirklichen, daß die Menschen sich mit allen ihren Kräften, mit Herz und Geist, mit Verstand und Liebe vereinigen und voneinander Kenntnis nehmen, so wird sich ereignen, woran jetzt noch kein Mensch denken kann. Die Mathematiker werden sich gefallen lassen, in diesen allgemeinen sittlichen Weltbund als Bürger eines bedeutenden Staates aufgenommen zu werden, und nach und nach sich des Dünkels entäußern, als Universalmonarchen über alles zu herrschen; sie werden sich nicht mehr beigehen lassen, alles für nichtig, für inexakt, für unzulänglich zu erklären, was sich nicht dem Kalkül unterwerfen läßt.


Alle Kristallisationen sind ein realisiertes Kaleidoskop.


Von denen selbst, die sich mit meiner Vorstellungsart befreundeten, ist keiner über mich [bricht ab]


Es war schon bei den Römern, wenn sie was Tüchtigs sagen wollten, sagten sie's griechisch. Warum wir nicht französch?


Wie's kommt, daß eine fremde Sprache uns zum Ausdruck einer seltnen Empfindung mehr [bricht ab]


Die Frage über die Instinkte der Tiere läßt sich nur durch den Begriff von Monaden und Entelechien auflösen.

Jede Monas ist eine Entelechie, die unter gewissen Bedingungen zur Erscheinung kommt. Ein gründliches Studium des Organismus läßt in die Geheimnisse [bricht ab]


Bescheidenheit gehört in gute geschlossene Gesellschaft. Schon in größerer Sozietät steht das Unbescheidne immer im Vorteil, aber Derbheit, ja Grobheit gehört in eine Volksversammlung, wo der Pöbel mitreden will und den man überschreien oder selbst schweigen und sich nach Hause drücken muß. Übrigens kann ich die Newtonische Turba, sie bestehe aus Volk, Pharisäern oder Schriftgelehrten, welche das [bricht ab]


Das Wahre, Anerkannte sowie das Falsche, Angenommne werden nebeneinander aufgef [bricht ab]


... Das unheilbare Übel dieser religiosen Streitigkeiten besteht darin, daß der eine Teil auf Märchen und leere Worte das höchste Interesse der Menschheit zurückführen will, der andere aber es da zu begründen denkt, wo sich niemand beruhigt.


... Ich erwarte wohl, daß mir mancher Leser widerspricht; aber er muß doch stehenlassen, was er schwarz auf weiß vor sich hat. Ein anderer stimmt vielleicht mir bei, eben dasselbe Exemplar in der Hand.


... Denn eben, wenn man Probleme, die nur dynamisch erklärt werden können, beiseite schiebt, dann kommen mechanische Erklärungsarten wieder zur Tagesordnung.


... Was hat man sich nicht mit dem Granit beschäftigt! Man hat ihn mit in die neuern Epochen herangezogen, und doch entsteht keiner mehr vor unsern Augen. Geschäh es im tiefsten Meeresgrunde, so hätten wir keine Kenntnis davon.


... Es ist daher das beste, wenn wir bei Beobachtungen soviel als möglich uns der Gegenstände und beim Denken darüber soviel als möglich uns unsrer selbst bewußt sind.

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