> Gedichte und Zitate für alle: Wilhelm Büchner -Fauststudien: Mephistopheles als Phorkyas-Die Bedeutung der Fabel (9)

2019-11-16

Wilhelm Büchner -Fauststudien: Mephistopheles als Phorkyas-Die Bedeutung der Fabel (9)

Fauststudien


II. Die Bedeutung der Fabel.


Die Bedeutung der Fabel. In der Tat ist nicht schwer einzusehen und von Goethes Zeitgenossen auch eingesehen worden, daß der Dichter die Sage von dem Verlangen Fausts nach dem Besitz der schönen Helena benutzte, ,,um die Sehnsucht des modernen Dichters und überhaupt moderner Zeit nach antiker Kunst und Schönheit darzustellen."19 

Für die Fülle von Erscheinungen, die der Klassizismus unter dem Namen griechische Schönheit zusammenfaßte, ist in der Dichtung kein Raum. Stellvertretend tritt für sie das schönste griechische Weib ein. Für Helena empfindet Faust, was Winckelmann und Lessing, Schiller und W. v. Humboldt , Goethe und Herder stärker oder schwächer für die Griechen empfanden.

In der Skizze der Urgestalt erfolgt Fausts Verbindung mit Helena, ohne daß eine Veränderung in seinen Anschauungen vorausgegangen wäre. Dagegen muß er in der ausgeführten Dichtung mancherlei bestehen, um dieser Verbindung würdig zu werden und die Schönheit „mit Bewußtsein" genießen zu können.20 Diese ästhetische Erziehung seines Helden hatte Goethe im Auge, wenn er einige Zeit nach der Veröffentlichung der ,, Helena" schrieb, er möchte die beiden ersten Akte gar zu gern fertig bringen, ,, damit Helena als dritter Akt ganz ungezwungen sich anschlösse und genugsam vorbereitet nicht mehr phantasmagorisch und eingeschoben, sondern in ästhetisch vernunftgemäßer Folge sich erweisen könne". 21 Fausts Vereinigung mit der höchsten Schönheit wird vorbereitet durch seinen Gang zu den Müttern und die klassische Walpurgisnacht. Auch der Maskenzug gehört wohl in diese Reihe, indem er eine Annäherung Fausts an den Gedankenkreis der italienischen Renaissance wenigstens andeutet.

19. Boisseree an Goethe 30. Nov. 1827.

20. Vgl. Paralip. i, Genuß mit Bewußtsein. Schönheit.

21. An Zeiter 24. Jan. 1828.

Die Mütter erscheinen in der Mythologie vieler Völker als Göttinnen, die das organische Leben auf der Erde bestimmen. Alles geht von ihnen aus, alles kehrt zu ihnen zurück, um von neuem gestaltet zu werden. Goethe kannte die Mütter aus Plutarch, hat aber in den Mythus einen bedeutsamen Zug eingefügt, indem er besonders betont, daß die Göttinnen bei ihren Bildungen nicht willkürlich verfahren, sondern bestimmte Vorbilder vor Augen haben. Ihr Haupt umschweben ,, Bilder aller Kreatur", ,,des Lebens Bilder, regsam, ohne Leben". Noch deutlicher werden sie als Musterbilder in einem Entwurf (zu V. 6430) gekennzeichnet, in dem es heißt ,,des Lebens Bilder, alt, doch ohne Leben". Man muß in ihnen wohl die Typen sehen, welche die Bildungsgesetze der einzelnen Gattungen verkörpern. Die Mütter können sie wohl verändern, aber niemals ganz verlassen. Gestaltung und Umgestaltung des Typischen ist ihres ewigen Sinnes ewige Unterhaltung.

In der Form eines Mythus erscheint hier ein sehr bedeutender Teil von Goethes Natur- und Kunstanschauung. Schon in der philosophischen Studie, die er vor der italienischen Reise der Frau v. Stein diktierte, tadelt es der Dichter, daß man bei dem Menschen und anderen organischen Wesen das Verhältnis der Teile durch mechanische Messungen bestimmen wolle. Das Messen eines Dinges sei eine grobe Handlung. ,,Ein lebendig existierendes Ding kann durch nichts gemessen werden , was außer ihm ist, und wenn es je geschehen sollte, müßte es den Maßstab selbst dazu hergeben. Dieser aber ist höchst geistig und kann durch die Sinne nicht gefunden werden." Auf derselben Anschauung beruht es, wenn Goethe später von einem Pferdekopf am Parthenongiebel schreibt, das erhabene Geschöpf sehe so übermächtig und geisterhaft aus , als wenn es gegen die Natur gebildet wäre, und doch habe der Künstler eigentlich ein Urpferd geschaffen, möge er solches mit Augen gesehen oder im Geiste erfaßt haben. ,,Uns wenigstens scheint es im Sinn der höchsten Poesie und Wirklichkeit dargestellt zu sein." 22 Ein solches Urpterd müssen wir uns auch unter den Bildern aller Kreatur vorhanden denken, die das Haupt der Mütter umschweben.

22. Aus einem Brief angeführt von Michaelis, Straßburger Goethevorträge (1899) S. 139. Die philosophische Studie ist von Suphan im Goethe -Jahrbuch XII 3 veröffentlicht. Daß Goethes Ansicht über Gattungen und Arten von der des Darwinismus völlig verschieden ist, hat ein eifriger Vertreter der Deszendenzlehre, Oskar Schmidt, in seinem Buche Deszendenzlehre und Darwinismus" schon 1873 nachgewiesen. 

Die Vorstellung, daß jeder Gattung organischer Wesen ein Typus zugrunde liege, der den Individuen gegenüber die ideale Form sei, tritt bei Goethe allenthalben hervor. Diese Anschauung hängt zusammen mit seiner ganzen Weltbetrachtung, die ja bei allen Erscheinungen darauf ausgeht, ein Dauerndes im Wechsel, ein Notwendiges im Zufälligen, ein Seiendes im Nicht-Seienden zu erkennen. Auch Faust überträgt die Einsicht, die er im Mütterreich auf einem einzelnen Gebiete des Lebens, nämlich der Bildung organischer Wesen, gewonnen hat, alsbald auf das Leben überhaupt. Begeistert ruft er nach bestandenem Abenteuer aus;

,,Mein Schreckensgang bringt herrlichsten Gewinn, 
Wie war die Welt mir nichtig, unerschlossen! 
Was ist sie nun seit meiner Priesterschaft? 
Erst wünschenswert, gegründet, dauerhaft!" 

Das Wesen der Dinge, zu dessen Erkenntnis Faust sich hier erhebt, in sichtbaren und greiflichen Gestalten zur Darstellung zu bringen , ist Sache der Kunst auf ihrer höchsten Stufe. ,,Das Schöne ist eine Manifestation geheimer Naturgesetze, die uns ohne dessen Erscheinen ewig wären verborgen geblieben." 23 Die Aufgabe, welche Goethe damit der Kunst stellte, schien ihm von der griechischen Kunst am besten gelöst zu sein. Er bewunderte in ihr ein besonders feines Verständnis für das Gesetzmäßige und Typische, für die Intentionen der Natur. Der Gang zu den Müttern ist also für Faust eine Vorbereitung auf die Verbindung mit den Griechen, er gelangt hier zu Anschauungen, die ihm gestatten, die Schönheit mit Bewußtsein zu genießen.

23.  Sprüche in Prosa 197. Andere Belege bei Siebeck,Goethe als Denker, S. 82 f

Seine Einführung in das Hellenentum erfolgt in der klassischen Walpurgisnacht. Wenn er mit ernstem Sinne das Labyrinth der Flammen durchforscht, an denen der alten Tage fabelhaft Gebild zu kurzem gespenstischem Leben erwacht ist, so ist es billig , sich die Anschauungen zu vergegenwärtigen, die Goethe selbst von der griechischen Mythologie hatte. Man kann sie sich am besten aus Herders Schriften deutlich machen.

Schon in den ,, Fragmenten" redet dieser einem ,, heuristischen Gebrauch" der griechischen Mythologie das Wort. Hier sollte der Moderne lernen, was poetischer Sinn sei, um selbst etwas Poetisches schaffen zu können. Denn die Mythologie sei die gröste dichterische Leistung der Hellenen. Zwei Kräfte, die selten zusammen seien und oft gegeneinander wirkten, der Reduktions und der Fiktionsgeist hätten hier einen Bund geschlossen. Der Reduktionsgeist befähigte die Griechen dazu, in den Tatsachen der Geschichte, der Natur und des sittlichen Lebens das Wesentliche zu erfassen , der Fiktionsgeist hüllte das Geschaute in poetische Leiber.

Indem Herder die Stoffe durchmustert, welche der Mythologie zugrunde liegen, ruft er aus: ,, Himmel! das habe ich alles in meinem Lande , in meiner Geschichte; rings um mich liegt der Stoff zu diesem poetischen Gebäude ; aber Eins fehlt, poetischer Geist. Bewundern müssen wir Euch , Ihr Alten , und die Augen niederschlagen ; Ihr erhobt Kleinigkeiten aus dem Staube zu einer glänzenden Höhe; wir lassen die ganze Schöpfung um uns öde und wüst trauern, um Euch nur zu plündern und das Geplünderte elend anzuwenden." 24 

Herders Lehre faßte Goethe zusammen, wenn er die Gebilde der griechischen Mythologie als ,, höchstgestaltet" den Verworrenheiten der nordischen Mythologie entgegenstellte. Sogar an den seltsamen Ungeheuern, die in der Walpurgisnacht persönlich auftreten, bewunderte er den großen tüchtigen Zug griechischer Schöpfungskraft. So war z. B. der Greif für ihn der Gegenstand eines ästhetischen Wohlgefallens, weil dieses Gebilde den Begriff von drohendem, zerreißendem Grimm sinnfällig ausdrückt. In Goethes Sinn schrieb Heinrich Meyer hierüber folgendes: „Im Greifen ist die Gewalt des Löwen mit der Geschwindigkeit und Gier des Adlers gepaart. Der Leib und die Tatzen haben den vollkommensten Ausdruck tierischer Stärke, und der angefügte Adlerskopf mit krummem Schnabel erregt ohne allen Zweifel den Begriff von zerreißendem Grimm sinnlich und stärker als die Gestalt des Löwen ohne Zusatz der Veränderung würde getan haben. Die Flügel zieren teils, teils fügen sie noch den Begriff von großer Schnelligkeit hinzu; durch sie hält die Vogelnatur der Natur des vierfüßigen Tieres das Gleichgewicht, und so entsteht eine gemischte Tiergestalt, welche in ihrer Art nicht weniger vollkommen ist als die Bildung des Centauren, indem sich alle ihre Teile — völlig zweckmäßig zum charakteristischen Ganzen vereinigen."25

24. Fragmente über die neuere deutsche Literatur, III, 2. 

25. Kleine Schriften zur Kunst, herausg. von Weizsäcker (Deutsche Literaturdenkmäler des 18. Jahrh.) S. 53.

 Dieser von Heyne und Herder begründeten ästhetischen Betrachtungsweise erstand in J. H. Voß ein leidenschaftlicher Gegner. Er führt in den von Goethe gern benutzten „Mythologischen Briefen" einen förmlichen Krieg gegen die Mischfiguren der griechischen Mythologie. Das Tierische an den Sirenen, Centauren, Tritonen, die Beflügelung der Gottheiten u. dgl. wurden hier als Entstellungen einer möglichst späten Zeit des Altertums zugewiesen. Wenn die Zeugnisse gar nicht umzudeuten waren, sollte orientalischer Einfluß anzunehmen sein. Diesen Mangel an Empfindung für gestaltende Phantasie geißelt ein dem Eutiner zugedachtes Spottgedicht (Paralipomena zu Faust 47) mit den Worten:

Hinweg von unserm frohen Tanz, 
Du alter neid'scher Igel. 
Gönnst nicht dem Teufel seinen Schwanz, 
Dem Engel nicht die Flügel."

Den ,, Mythologischen Briefen" zum Trotz werden in der klassischen Walpurgisnacht gerade die von Voß behandelten Mischfiguren als ein charakteristischer Bestandteil der griechischen Mythologie vorgeführt.

Noch viel unerfreulicher als Voß in seiner Nüchternheit war für Goethe das bald gelehrte, bald phantastische Treiben der Symboliker. Für Creuzer und seine Anhänger hatte die griechische Mythologie nur noch insofern Interesse , als sie Spuren einer indischägyptischen Urreligion darin zu wittern glaubten. Alles was darauf gedeutet werden konnte, wurde ohne Rücksicht auf seinen selbständigen Wert oder Unwert emsig zusammengetragen, so daß Creuzers Buch ,,Mythologie und Symbolik der alten Völker" von Auflage zu Auflage stärker anschwoll. Goethe verfolgte diese Bestrebungen mit großem Unmut. Auf Creuzers Zusendungen erwidert er am . Oktober 1817 höflich, aber bestimmt ablehnend. Im Gegensatz zu dem gelehrten Professor ist ihm „die reine charakteristische Personifikation ohne Hinterhalt und Allegorie alles wert. Geht's nun aber gar noch weiter, und deutet man aus dem hellenischen Gott -Menschenkreise nach allen Regionen der Erde, um das Ähnliche dort aufzuweisen, in Worten und Bildern, hier die Frostriesen, dort die Feuer-Brahmen, so wird es uns gar zu weh." Am Anfang des folgenden Jahres klagt der Dichter in einem Brief an Boisseree (16. Jan. 1818) darüber, daß man sich von Winckelmanns Wege entfernt habe. ,,Sehr bald zog sich die Betrachtung in Deutung über und verlor sich zuletzt in Deuteleien ; wer nicht zu schauen wußte, fing an zu wähnen, und so verlor man sich in indische und ägyptische Fernen." Die mythologischen Erläuterungen zu Tischbeins Homer, welche Creuzer und Schorn als Nachfolger Heynes bald darauf im Cotta'schen Verlag erscheinen ließen, entlockten dem Dichter einen Stoßseufzer:

Müde bin ich des Widersprechens, 
Des ewigen Lanzenbrechens, 
Muß doch das Feld am Ende räumen. 
Nur besänft'ge deinen Zorn! — 
Laß mich den Traum des Lebens träumen, 
Nur nicht mit Creuzer und Schorn!"

Aus der Opposition gegen zeitgenössische Mythologen ist das hervorgegangen, was in der klassischen Walpurgisnacht über die Kabiren von Samothrake steht (8160 f.). Von Goethes Standpunkt aus war der Streit, den die Mythologen über die Bedeutung dieser „Ungestalten" führten, unsinnig und lächerlich. Hatten die ,, Topfgötter" doch mit dem, was er selbst an den (kriechen schätzte, nicht das Geringste zu tun. (Vgl. V. 8219f.)

An einer anderen Stelle (7093f) spottet der Dichter über die verwegenen Etymologien der Symboliker, indem er „Greif" mit „greifen" zusammenbringen läßt. Ferner sind Figuren , welche die Symboliker gern zu phantastischen Konstruktionen benutzten, in der Dichtung ganz naiv genommen: so die Arimaspen als Symbol heiteren Genießens .(7104, vgl. Voß, Mythologische Briefe II Nr. 56), die Telchinen von Rhodos als Personifikation der Schmiedekunst (8275 f.), Dionysos als Gott der Weinfreude (100 17 f.). In den Kreisen der Symboliker betrachtete man die Arimaspen wegen ihres Stirnauges als Diener des stirnaugigen Gottes Schiwah : ihr Streit mit den Greifen sollte eine Erinnerung sein an den Streit der aus Indien eingedrungenen dionysischen mit der apollinischen Religion. Die Teichinen brachte man in Verbindung mit den Mysterien, und was wurde über Dionysos — Schiwah — Osiris alles phantasiert.22

22. Ersch und Gruber, unter Arimaspen ; Creuzer, Symbolik und Mythologie IL Aufl. III 358 u. sonst.

Auch sonst ist die Auswahl, die in der Walpurgisnacht aus der griechischen Mythologie getroffen wird, öfters durch polemische Absichten bestimmt. Wer die mythologischen Händel aus dem ersten Drittel des neunzehnten Jahrhunderts übersieht, und die Stellung, die Goethe dazu einnahm, zu reproduzieren vermag, wird die Zahl dieser Beispiele leicht vermehren können.

Wenn man aber auch von Einzelheiten absieht, so ist schon der Gedanke , Faust zu seiner ästhetischen Erziehung in die griechische Fabelwelt zu schicken, ein Protest gegen die Tendenzen der Symboliker. Wer jene Mythologie mit den Augen Creuzers betrachtete, konnte überhaupt nicht begreifen, was in Faust bei der Betrachtung der Fabelwesen vorgeht. Für Goethe war das sicherlich ein besonderer Spaß. So freute er sich ja auch im voraus darauf, daß die zeitgenössischen Mythologen sich über seinen Euphorion den Kopf zerbrechen würden. Ein merkwürdiges Zeugnis dieser Schadenfreude ist das Parapomenon 176, in welchem Mephisto die Geburt des Wunderknaben folgendermaßen schildert :

,, — kaum ist er gezeugt, so ist er auch geboren. 
Er springt und tanzt und ficht schon. Tadeln
viele das, So denken andere, dies sei nicht so grad 
Und gröblich zu verstehen, dahinter stecke was. 
Man wittert wohl Mysterien, vielleicht wohl gar 
Mystifikationen, Indisches und auch 
Ägyptisches, und wer das recht zusammenkneipt. 
Zusammenbraut, etymologisch hin und her 
Sich zu bewegen Lust hat, ist der rechte Mann. 
Wir sagen's auch, und unsres tiefen Sinnes wird 
Der neueren Symbolik treuer Schüler sein."23

23. In dem letzten Satz ist ,, unsres tiefen Sinnes" Prädikat, „treuer Schüler" Subjekt. Über die Stellung des alten Goethe zur Altertumswissenschaft vgl. man Kekule von Stradonitz, Goethe und Wclckcr, Goethe-Jahrbuch XIX.

Nicht wie Voß und Creuzer, sondern mit Goethes Augen betrachtet Faust die griechische Fabelwelt, die sich in der Walpurgisnacht vor dem Auge oder der Einbildungskraft in ihrer ganzen Breite entfaltet. Auch die Ungeheuer und Mischfiguren erscheinen ihm als Offenbarungen einer gewaltigen poetischen Kraft , die für das Geschaute den adäquaten Ausdruck zu finden mit Erfolg bemüht ist. Bezeichnend für den Eindruck, den sie ihm machen, sind die Worte:

„Solch Ungeheuer hätt' ich verflucht 
Das Unvernünftige scheint unmöglich ;  

Doch(?) wo man die Geliebte sucht,
Selbst Ungeheuer sind erträglich."

Diese in einer Handschrift überlieferten Verse sind in der ausgeführten Dichtung verändert und Mephisto zugeteilt (Vers 7191.) als Erwiderung auf die Worte, mit denen Faust den Eindruck der Fabelwesen schildert :

„Wie wunderbar! Das Anschaun tut mir G'nüge, 
Im Widerwärtigen große, tüchtige Züge. 
Ich ahne schon ein günstiges Geschick." 

Das günstige Geschick ist die Gewinnung Helenas. Durch die Verbindung Fausts mit Helena bringt der Dichter ein geistiges Erlebnis seines Helden zur sinnlichen Anschauung. Es ist der Zustand, in dem ersieh selbst befand, als ihm in Italien nach gewaltigem Streben griechische Art und Kunst zur lebendigen Anschauung geworden war. ,,Auch ich in Arkadien" schrieb er als Motto vor die ,, Italienische Reise".

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