> Gedichte und Zitate für alle: J.W.v.Goethe: Umherliegende Granite

2020-01-30

J.W.v.Goethe: Umherliegende Granite

Umherliegende Granite



Umherliegende Granite

Handschriftlich. Vor 1829 

Können verschiedentlich abgeleitet werden.
I. Als Reste von an derselben Stelle gestandenen Felsenklippen, die, zum größten Teil verwittert, ihre festesten Überbleibsel liegen lassen: wichtigste Erscheinung der Lux- oder Luisenburg bei Alexandersbad, von uns aufs genauste betrachtet und behandelt;
weniger auffallende, aber doch stark genug sprechende der Landgrafenstein und sonstige, gewiß noch bedeutend aufzufindende;
dergleichen stehengebliebene Felsen in den Wüsten Ägyptens;
durch Verwitterung verschwindende in Niederägypten bei Alexandrien.
II. Herbeigeführte oder in der Nähe umhergetriebene Massen.
Hierbei können wir des Eises nicht entbehren.
Große Eisschollen, welche Granit in den Sund bringen.
Nachricht hievon durch Herrn von Brenn.
Frühzeitiges Abscheiden desselben.
Fernerer Beobachtung empfohlen.
Früherer Andrang solcher Fluten und Eisstürme, die noch immer auf der Ostsee sind.
Können gar wohl die Felsen des Heiligen Dammes umgestürzt, weiter nach Preußen hereingeführt haben, ohne daß man nötig hätte, alle von Norden her zu leiten.
Es geht nur daraus hervor, daß die Natur hüben und drüben der Ostsee wie überall in ihren Bildungen einfach und übereinstimmend verfahren sei.


Zeitgenossen und Nachfahren



Keine Kommentare: