> Gedichte und Zitate für alle: Theodor Daeubler- Attische Sonette: Die Mutter (17)

2020-05-21

Theodor Daeubler- Attische Sonette: Die Mutter (17)






Die Mutter

Für Frau Elsbeth Peterich

Vor Demeter, der besten, schwand die Tochter.
»Mein Kind!« war der Verletzten Scheidungs-Schrei.
Der Göttin Geist ergriff sich Raserei:
Sie strich von still – zu jäh – voll Leid, bepochter

Umgrottung Pans. Sie horchte; doch vermocht er
Nicht Wort, noch Ort zu finden, wo sie sei.
»So hilf mir Hékate! Mein Kind befrei
Vom Räuber! Wer entwand, wo unterjocht er

Das einzige, mir zarte Mägdelein?«
Rang Demeter. Das helle Weib am Weg
Belauschte seinen hohen Weihestein.

»O Mutter, hülle schwarz dich ein und leg
Vors Totentor das Ohr! Bei meinem Schein«,

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