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2020-05-26

Theodor Daeubler- Attische Sonette: Die Einladung (27)






Die Einladung

Die Wolken glitzern um die höchste Stunde,
Ein jüngster Wind versilbert sacht den Wald;
Die Ölbäume bekennen sich zur Gottgewalt
Und zittern von Athenas Nahen Kunde.

Ihr Silberwispern frommt aus hehrem Munde;
Doch – Demeter vernehmbar bloß – erschallt
Ein Ruf der Zeus-Entragten, als Gestalt:
Beglück Athen, Erkorene zum Bunde!

Da löst von Kore sich die große Mutter,
Gehorcht der Tochter des Kroniden schlicht;
In Fuhren folgt ihr hochgestuftes Futter.

Viel Korn kommt an, auch Überschwang an Butter:
Der Stadt enthüllt sich Demeters Gesicht,
Für Opfer nickt sie – tiefumfleht – Verzicht.

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