> Gedichte und Zitate für alle: Gedichte von Karoline Stahl: Frühlingslied (11)

2020-06-23

Gedichte von Karoline Stahl: Frühlingslied (11)




Frühlingslied

O, Vater! laß uns doch gehen,
Den Garten, die Wiesen zu sehen,
Und Blümchen brechen zum Strauß.
Es rufet der Kukuk im Haine;
Es schwellen im sonnigen Scheine
Die Blüthen aus Knospen heraus.

Wie duften die Fluren und Wälder,
Von süssen Gerüchen; die Felder,
Sie wogen im glänzenden Grün.
Wie blau ist der Himmel; das Völkchen
Der Vögel nun schwebet, wie Wölkchen
Die segelnd die Lüste durchziehn.

Es plätschern, in silberner Welle,
Die Fischchen im Bach, der so helle.
Die Frösche quacken im Teich.
Es gehen spazieren die Störche;
Und jubelend singet die Lerche,
Durchziehend das luftige Reich.

Kommt eilig, Schwestern und Brüder!
Was laufet ihr hin und wieder
Euch selber nimmer bewußt?
Ja, Vater! wir kommen, wir kommen!
Geschwinde, die Mützen genommen!

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