> Gedichte und Zitate für alle: Theodor Daeubler- Attische Sonette: Aus Verlorenheit (58)

2020-06-04

Theodor Daeubler- Attische Sonette: Aus Verlorenheit (58)






Aus Verlorenheit

Meinem Vater

Gelobtes Land der Eltern mir, des Sanges,
Einst wähnt ich mich verträumt an deinen Rhein,
Erzählte Nordgold, dort gehört zu sein:
Ein Horn so vollen Sonnenüberschwanges,

Daß altes Licht, aus Magierhand am Ganges,
– Auf Gletscher überstülpt – zu Urgedeihn
Aus Finsternis, euch fordern sollte und befrein,
Beschloß ich deutsch zu bringen: wohl gelang es!

Noch weil' ich fort, im Morgenland, beim Wogen
Beseelter See um Hellas' hohen Strand!
Verheißungen, ihr habt noch nie getrogen:

Ein Donnern holt uns bald! Dann schwankt die Wand.
Wer griff zum Blitz? Von Lichtschwertern beflogen,

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