> Gedichte und Zitate für alle: Theodor Daeubler- Attische Sonette: An Plato (52)

2020-06-03

Theodor Daeubler- Attische Sonette: An Plato (52)






An Plato

Florens Christian Rang zugeeignet

Es trafen sich die Sonnen auf der Stirne,
Die Plato schwer zur innern Hut geneigt;
Er wußte, durch des Leibes Blutbusch zweigt
Ursprünglichkeit des Herzens, bis zum Firne

Krystallhafter Gestalten überm Hirne,
Zu dem sich der Erbrachtheit Spiegel zeigt:
Dann, unter Kühle, wo die Preisung schweigt,
Erklingt der Gang ergöttlichter Gestirne.

Ihr Himmeln wandelte unter Platanen,
Da Plato, du, den alten Staat entwarfst!
Kein Mann erschritt Vollzug so klug den Ahnen,

Als er, der sich besonnen hat: du darfst,
Zu steigen, Liebendlebende ermahnen!

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